Hartwig Henkel – „Gemeinde nach Gottes Plan (Lübeck)“, Teil 1

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan (Lübeck)“, Teil 1

Ja, einen schönen guten Abend, herzlich Willkommen zu dieser kleinen Lehrreihe über die Gemeinde, über Gottes Plan für die Gemeinde. Wie Gott Gemeinde sieht, wie Gemeinde gewollt ist von Ihm und was das mit uns zu tun hat. Ich denke, es könnte hilfreich sein, dass ich ein, zwei Sätze über mich sage, weil ihr kennt mich nicht, ich kenne euch auch nicht, und das hilft euch dann vielleicht auch das, was ich sage und vielleicht auch WIE ich es sage, das irgendwie ein bisschen besser einzutüten.

Ich komme aus einem nicht-christlichen Hintergrund und habe auf eine sehr dramatische Art und Weise als ich 21 Jahre alt war, Jesus erlebt – und er kam mit Macht in mein Leben und hat mich herausgerissen aus einem Leben voller Schmutz und Bosheit und vielen, vielen hässlichen und teuflischen Dingen. Und in der Nacht vom 23. zum 24. November bin ich Kind Gottes geworden. So, ich weiß nicht genau, war es noch am 23. oder war es am 24.? Ich hatte keine Gelegenheit auf die Uhr zu schauen. Die Stunde war zu dramatisch, aber auf jeden Fall weiß ich, am 24. November, das war ein Sonntag, 1974, falls du das noch nicht weißt oder nicht auf dem Schirm hast.

Da war ich schon Kind Gottes und bin zum ersten Mal in meinem Leben in eine Gemeinde gegangen und habe meinen Schwur, meinen heiligen Eid, den ich bei der Konfirmation geschworen habe, ja? Konfirmation ist ja ein herausragendes Ereignis im Leben eines jungen Menschen. Und ich habe einen heiligen Schwur getan und ich habe geschworen, ich werde nie wieder meinen Fuß über die Schwelle einer Kirche setzen. Das war meine Konfirmation.

Aber dann kam Jesus in mein Leben und den ersten Morgen als ich Kind Gottes war, bin ich in eine Gemeinde gegangen und der heilige Schwur war nicht mehr heilig, sondern war Schnee von gestern und war Teil des ganzen Lügenprogramms des Teufels.

Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, ich bin nie auf einem theologischen Seminar oder Ausbildungsstätte gewesen, ich habe nie ein Seminar über Homiletik – wie man predigen soll und was man tun soll und was man nicht tun soll – gemacht, weil es einfach nicht dran war. So. Also wenn ich nicht immer ganz „korrekt“ bin, so wie Christen angesprochen werden möchten oder wie es halt normal ist wie Christen angesprochen werden, dann verzeiht mir das, ich bin da völlig unwissend.

Ja, ich war 12 Jahre in meinem Leben ein Pastor in einer größeren charismatischen Gemeinde und danach und seitdem bin ich seit 22 Jahren in einem Reisedienst und ich reise durch Deutschland, Österreich, Schweiz und dann auch ziemlicher Schwerpunkt im Osten. Und Osten ist für mich nicht Sachsen, sondern Osten ist für mich Russland, Kirgistan, Zentralasien – so diese Ecke, aber auch ein bisschen Albanien. Und was mich vielleicht kennzeichnet, außer, dass ich eine wunderbare Frau habe, mit der ich seit 39 Jahren verheiratet bin. Wir haben drei erwachsene Kinder, die alle drei erfüllt sind mit dem Heiligen Geist, seitdem sie im Kindergarten waren und sie lieben Jesus und sie leben mit Jesus.

Ich habe eine kleine Ahnung von dem, was Paulus sagt, wenn er sagt: Ich eifere um euch mit Gottes Eifer.

2Kor 11,2a
Denn ich eifere um euch mit Gottes Eifer

Ich habe eine Last für Gemeinde, für die Wiederherstellung der Gemeinde. Die Gemeinde ist in einem Prozess der Veränderung, sie ist sehr, sehr, sehr weit weg von dem, was Gott sich vorgestellt hat, aber Gott ist dabei, die Gemeinde zu rufen, herauszufordern und zu prägen und ist dabei, die Gemeinde hineinzubringen. Und ich habe in meiner Bibel gelesen, bevor Jesus wiederkommt, gibt es eine herrliche, eine siegreiche, eine geeinte Gemeinde, die auf dem Herzen das hat, was Gott auf Seinem Herzen hat – nämlich den Sohn zurückzubringen als König auf diesen Planeten. Davon ist die Gemeinde erfüllt in der Zeit bevor Jesus wiederkommt.

Wir sind davon sehr weit entfernt, das hat seine Gründe, aber Gott hat einen Plan, Gott ist nicht frustriert, Gott ist nicht einverstanden mit dem, was wir machen – mit vielem, was wir machen – aber Er ist nicht frustriert und Er ist nicht ärgerlich, und Er ist hoch motiviert und Er hat Mittel und Wege uns hineinzubringen in Seine Pläne und in Seine Ideen und Seine Konzepte. Und Er hat Mittel und Wege uns zu überführen von unseren eigenen Ideen und uns zu helfen, Seine Ideen als besser oder als die besten zu erkennen und unser eigenes, eigen gemachtes Zeugs irgendwie zu verlassen und in das hineinzukommen was Gott hat für uns. Okay, soviel zu mir.

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Es geht um Gemeinde. Es geht um die Gemeinde nach dem Plan Gottes. Vor einigen Wochen ist etwas interessantes passiert in meinem Dienst, was absolut neu war. Wie gesagt, seit 22 Jahren reise ich durch Gemeinden und tue das, was ich jetzt hier mache: Ich lehre. Und nebenbei, das habe ich noch vergessen zu sagen, habe ich noch eine andere Funktion. Und zusammen mit meiner wunderbaren Frau dienen wir einer Reihe von Gemeinden, nicht zu vielen Gemeinden, aber einer Reihe von Gemeinden apostolisch und begleiten sie, betreuen sie und helfen ihnen einfach voranzukommen.

Und vor einigen Wochen ist etwas Interessantes passiert. Eine Gemeinde hat mich eingeladen und der erste Abend sollte ein Abend sein nur mit dem Trägerkreis der Gemeinde. Und sie haben mir ausdrücklich den Auftrag gegeben, ich soll sprechen über: „Was ist Gemeinde?“

Und das war für mich eine Revolution, weil in 22 Jahren, und ich habe viele Gemeinden gesehen und viele haben mich eingeladen und viele haben auch mir gesagt, das soll das Thema sein. Das war zum allerersten Mal, dass eine Gemeindeleitung gesagt hat, wir wollen etwas hören, was eigentlich Gemeinde ist.

Ich war erstaunt, weil die allermeisten Gemeinden, die ich kenne – wie gesagt, in 22 Jahren in zig Gemeinden war das zum allerersten Mal – die allermeisten gehen stillschweigend davon aus, wir wissen ja, was Gemeinde ist, wir haben ja Gemeinde, wir machen ja Gemeinde. Und merken nicht, wie an ganz wichtigen Stellen sie so weit weg sind von den Plänen Gottes.

So, das ist ein Thema, was mir sehr, sehr auf dem Herzen liegt. Und heute abend beginne ich mit einer ganz grundlegenden Wahrheit über Gemeinde, die wir ganz am Anfang finden, wo es zum ersten Mal darum geht, dass Gott Sein Haus bauen will, Seine Wohnstätte bauen will hier auf der Erde. Und das ist ja auch, was die Bestimmung der Gemeinde ist. So, lasst uns einmal gehen zu 2. Mose 25. Das ist die Situation: Das Volk Gottes war herausgenommen aus der Knechtschaft, in der sie über 400 Jahre gewesen sind in Ägypten. Sie kommen heraus, sind in der Wüste, sind auf dem Weg in das gelobte Land. Und jetzt kommt der Auftrag des Herrn in Kapitel 25 – ich lese einmal hier nur Vers 8.

2 Mose 25
8 Und sie sollen mir […]

Also Gott spricht zu Mose, und sagt: Mose, das musst du dem Volk jetzt sagen.

2 Mose 25
8 Sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne.

Ein interessanter Gedanke. Das Volk Gottes muss etwas bauen, damit Gott kommen kann und wohnen kann. Und das ist genau unsere Situation als Leute, die jetzt Gemeinde bauen wollen. Die Gemeinde ist der Ort, wo Gott wohnen will. Das ist der einzige Ort. Wo kann denn Gott wohnen? Nur in der Mitte der Gläubigen, nirgendwo anders. Gott kann nicht nach Lübeck auf den Marktplatz kommen oder irgendwo anders hin, Gott muss in die Gemeinde kommen.

Und wenn Er in der Gemeinde Freiraum hat und wenn Er dort sein Werk tut, dann kann Er mit der Gemeinde dann rausgehen auf den Marktplatz oder irgendwoanders hin oder in andere Nationen oder so und kann Dinge tun. Aber es beginnt mit der Gemeinde.

Und das, was in der Gemeinde nicht vorhanden ist, können wir auch nicht exportieren nach draußen oder in andere Länder. Das funktioniert einfach nicht. Was wir nicht haben, können wir nicht geben. Das ist ja einfach und verständlich.

So, Paulus sagt, die Gemeinde – Eph 2,22 – ist eine Behausung Gottes im Geist.

Eph 2,22
in dem auch ihr miterbaut werdet zu einer Wohnung Gottes im Geist.

Es ist kein Gebäude, es geht nicht um Stein, um Glas, um Stahl – es geht um ein Gebäude. Petrus erklärt es: Es ist ein geistliches Gebäude und es besteht aus Menschen. Und die Menschen sind die Bausteine.

1 Petrus 2,5
lasst euch auch selbst als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, ein heiliges Priestertum, um geistliche Schlachtopfer darzubringen, Gott hochwillkommen durch Jesus Christus!

Und das Ziel ist, einen Tempel Gottes zu bauen, eine Stätte zu bauen, wo Gott wohnen kann.

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Das ist Seine Sehnsucht von Anfang an, dass Seine Gegenwart einen Platz findet, wo sie sich ausbreiten kann, wo sie sich zeigen kann, wo sie wirken kann. Gott will einen Platz haben, wo Er wohnen kann. Die Gemeinde ist Sein Haus.

Es gibt eine moderne Bestrebung, da geht es sehr viel um Wachstum, und man bemüht sich andauernd irgendwie zu fragen, ja, wie kriegen wir jetzt noch mehr Leute hier in den Saal?

Unsere Fragestellung muss ganz anders lauten: Wie bekommen wir Gott hier rein? Wie kommt die Gegenwart Gottes hier in einer stärkeren Weise unter uns? Das muss die Frage sein.

Und Gott hat beliebig viele Mittel und Wege sich Gläubigen und Ungläubigen zu offenbaren wenn erstmal seine Gegenwart sich machtvoll erweisen darf und nicht gehindert wird – wie ich das gleich zeigen werde, durch unsere guten Absichten, aber die in einer völligen Blindheit und Ignoranz des Wortes gegenüber einfach das Beste verhindern und verpassen lassen.

Was will Gott tun? Er will sich offenbaren.

In Vers 22 heißt es: Dort werde ich dir begegnen und mit dir reden, was ich dir für die Söhne Israels auftragen werde.

2 Mose 25,22
Und dort werde ich dir begegnen und von der Deckplatte18 herab, zwischen den beiden Cherubim hervor, die auf der Lade des Zeugnisses19 sind, alles zu dir reden, was ich dir für die Söhne Israel auftragen werde.

Gott will sich offenbaren, Gott will sich zeigen, weil Gott weiß viel mehr als wir, was wir brauchen, ist wirkliche Original geistgewirkte vom Himmel geschenkte Offenbarung über wer Er ist – und nicht religiöse Gedanken von Menschen, die Gott nicht kennen und die sich irgendwas nettes religiöses ausgedacht haben über Gott. Gott selber muss sich zeigen, Gott selber muss uns zeigen, wie sein Wesen ist, was all die wunderbaren Eigenschaften bedeuten, wirklich bedeuten, und dass wir den Unterschied sehen zwischen dem Original und unseren religiösen Klischees.

Weil wenn wir Gott lieben sollen, und das ist unser Auftrag, Ihn zu lieben von ganzem Herzen, mit aller Kraft, mit unserer ganzen Seele und mit unserem Verstand, dann wird das nur möglich sein, wenn wir Ihn erkennen wie Er wirklich ist.

Mt 22,37
Jesus aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5. Mose 6,5).

Und nicht von Menschen uns hören und erzählen lassen, die Ihn selber noch nicht getroffen haben, die selber keine Erste-Hand-Erfahrung haben, sondern auch wieder nur von anderen übernommen haben und von anderen irgendwie abgekupfert haben. Gott will sich offenbaren, weil alles in unserem Leben hängt davon ab, ob und wie weit wir Ihn erkennen.

Unsere ganze Veränderung, unsere ganze Motivation, der ganze Prozess der Heiligung, die schrittweise Veränderung in das Wesen Jesu, all das beginnt damit, dass wir Gott im Geist sehen und erkennen. Und wenn das nicht geschieht, dann können wir Gemeinde machen, dann können wir predigen, dann können wir alle möglichen Aktivitäten entfalten, aber wir werden nicht in die Tiefe wachsen, wir werden nicht verändert werden und es wird nicht Raum gemacht für Gott, sondern stattdessen Raum gemacht für irgendetwas anderes, was oftmals sogar in Feindschaft ist zu Gott.

Wir brauchen Ihn, Er muss sich offenbaren. Ich bin so dankbar für den Bibelabschnitt, den Sebastian uns vorgelesen hat – in Eph 1,17.

Eph 1,17
dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch [den] Geist der Weisheit und Offenbarung gebe in der Erkenntnis seiner selbst

Okay, so Gott hat ein großes Verlangen, unter uns zu wohnen. Wenn du siehst durch die Bibel, am Anfang, Adam und Eva, Gott kam, und Er hatte mit ihnen Gemeinschaft am Abend.

1 Mose 3,8
Und sie hörten die Stimme2 Gottes, des HERRN, der im Garten wandelte bei der Kühle des Tages3.

Und dann hier ein Heiligtum, damit Gott wohnen kann. Und das Ende – wie endet das Buch? Gott selber kommt und Er nimmt seine Wohnung hier unter den Menschen. So endet das Buch.

Off 21,3
Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her rufen: Siehe, die Wohnung Gottes bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird mit ihnen sein, ihr Gott.

Gott hat Sehnsucht nach Gemeinschaft, nach Beziehung zu uns. Er sehnt sich danach.

Und der interessante Punkt ist: Menschen sollen im Auftrag Gottes etwas bauen, damit Er kommen kann und wohnen kann.

„Ja, warum kann Er denn nicht von alleine kommen? Wenn Er kommen möchte, dann soll Er doch kommen.“

Dahinter ist die ganze Idee, dass Gott nicht unmittelbar und direkt hier herrscht über diesen Planeten, sondern Satan ist der Gott dieser Welt.

Joh 12,31
Jetzt ist das Gericht dieser Welt; jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden.

Eph 2,2
in denen ihr einst wandeltet gemäß dem Zeitlauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten der Macht der Luft, des Geistes, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt.

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Und wenn Gott etwas tun möchte, dann braucht er Menschen – wie Abraham – mit denen Er einen Bund eingehen kann und die Ihm sozusagen die Tür aufmachen als Repräsentanten der Menschheit, die Ihm die Tür aufmachen und Ihm erlauben. Das klingt vielleicht für einige sehr seltsam – Gott etwas erlauben – ja, die Bibel redet davon, dass wir entweder Gott erlauben zu wirken oder durch unseren Unglauben – wie bei Jesus: Wir verhindern, dass Er etwas tun kann.

Von Nazareth heißt es: Wegen ihres Unglaubens konnte er nicht wirken.

Mk 6,6
Und er verwunderte sich wegen ihres Unglaubens. Und er zog durch die Dörfer ringsumher und lehrte.

Schon mal darüber nachgedacht, dass Gott begrenzt werden könnte durch uns? Mit unseren besten Absichten, mit unseren guten Ideen, Gott könnte begrenzt werden. Und möge das nie geschehen! Und mögen wir diese heilige Furcht haben: „Gott, hilf mir, Dir nicht im Wege zu stehen, was Dein Wirken in meinem Leben angeht, in meiner Familie angeht, was Dein Wirken angeht in meiner Gemeinde. Hilf mir, dass ich nicht ein Bremsklotz bin, sondern einer, der Türen aufmacht, einer, der Hindernisse und Anstöße und Barrikaden und Bollwerke niederreißt, damit Du kommen kannst und damit du dein Werk tun kannst“.

Das ist das Herz Gottes. Er möchte so gerne kommen. Und Er möchte, dass wir etwas tun. So wie Er hier zu Mose sagt: Ihr sollt mir ein Heiligtum machen.

2 Mose 25,8
Sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne.

Und jetzt kommt der entscheidende Punkt. Vers 9.

2 Mose 25,9

Nach allem, was ich dir zeige, nämlich dem Urbild der Wohnung und dem Urbild all ihrer Geräte, danach sollt ihr es machen.

So, Gott wird dem Mose etwas zeigen und Er sagt: So wie ich dir gezeigt habe, so müsst ihr bauen.

Und wenn du dann die folgenden Kapitel liest, dann hast du immer und immer und immer wieder diese selbe Formulierung – ich lese nur einige wenige vor.

2 Mose 25,40
Und sieh zu, dass du alles nach ihrem Urbild machst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist!

2 Mose 26,30
So errichte denn die Wohnung nach ihrem Bauplan, wie er dir auf dem Berg gezeigt worden ist!

Bitte achte auf das Wort „Bauplan“!

2 Mose 27,8
Aus Brettern sollst du ihn anfertigen – innen hohl. Wie es dir auf dem Berg gezeigt worden ist, so soll man ihn machen.

Und so geht das weiter und weiter und weiter und viele, viele Male kommt diese Ermahnung: Mose, sieh zu, du musst es so machen, wie ich es dir gezeigt habe!

Da war keinerlei Spielraum für kreative Ergänzungen oder kreative Hilfestellungen für Gott. Gott sucht keine Ratgeber.

Gott sucht keine, die Ihm erzählen, wie man Gemeinde baut. Was Gott sucht, sind Menschen, die sagen: Hier bin ich, was immer du von mir willst, hilf mir, ein gehorsames Herz zu haben, hilf mir, meinen Platz einzunehmen und deinen wunderbaren Heiligen Geist nicht zu dämpfen und nicht zu betrüben. Das ist mein Gebet.

Eph 4,30
Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid auf den Tag der Erlösung hin!

1Thess 5,19
Den Geist dämpft nicht!

Gott sucht keine Ratgeber! Und so viele Leute treten auf und geben uns Strategien und Konferenzen über wie man Gemeinde baut und wenn du dir die Inhalte anschaust, vieles ist so weit weg von der Bibel. Und vieles widerspricht der Bibel. Und doch rennen die Pastoren dahin, weil sie möchten endlich mal eine große Gemeinde haben, sie möchten nicht mehr die dummen Hanseln sein im Pastorentreffen und bemitleidet werden: „Was, du hast nur eine kleine Gemeinde von 30? Schau an, ich habe 150!“

Und sie sind motiviert, große Gemeinde zu bauen. Und ich sage dir, ich war auf vielen Pastorentreffen, und ich weiß, wie Pastoren ticken. Und sie sind motiviert, ich will endlich mal auch wer sein. Und das ist eine völlig verkehrte Motivation für Gemeindebau und Gemeindeleitung.

Gemeinde ist nicht dazu da, dass wir uns ein Denkmal bauen – so wie Saul.

1 Sam 15,12
Und am frühen Morgen machte Samuel sich auf, um Saul zu begegnen8. Da wurde Samuel berichtet: Saul ist nach Karmel9 gekommen. Und siehe, er hat sich ein Siegeszeichen errichtet, und er hat sich gewandt und ist weitergegangen und nach Gilgal hinabgekommen.

Das war sein ganzes Bestreben: Er wollte scheinen, er wollte im Mittelpunkt stehen, er wollte Anerkennung haben. Sogar als er tief gefallen war und im Ungehorsam gesündigt hat gegen Gott – alles, was er will, ist, dass der Prophet kommt und ihn ehrt vor der Gemeinde.

Er hat nicht gesagt, „Komm mit, Prophet, und steh mir bei, ich muss jetzt Buße tun vor der Gemeinde und ich brauche jemanden, der mich stärkt und der mir Händchen hält, weil das fällt mir nicht leicht, zu sagen wie jämmerlich ich versagt habe und wieviel selbstsüchtige Motive in meinem Herzen waren, hilf mir, dass ich das gut über die Bühne kriege und vor der Gemeinde mich demütige“.

Nein! „Komm du, und ehre mich vor den Leuten!“

1 Sam 15,30
Und er sprach: Ich habe gesündigt! Aber ehre mich doch vor den Ältesten meines Volkes und vor Israel und kehre mit mir um, dass ich den HERRN, deinen Gott, anbete!

Das war nachdem Saul gesündigt hatte in seinem Herzen.

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„Ehre mich vor den Leuten!“. Sein ganzer Dienst war auf einem falschen Fundament, auf dem Fundament, er wollte Ehre haben, er wollte gesehen werden. Und wenn du die Lehre von Apostel Paulus kennst über Dienst, dann weißt du, das disqualifiziert einen Menschen vom wirklichen Dienst!

Und wenn er auch ordiniert ist und wenn er auch alle möglichen Papiere vorzuweisen hat – aus Gottes Sicht disqualifiziert ein Herz, das sich darstellen will, das sich zeigen will, das Ehre haben will von Menschen, disqualifiziert vom Dienst.

Und es ist eine traurige Wahrheit, dass wir heute viele ordinierte Leute haben im geistlichen Dienst, die den Gott, der Herzen erforscht, wie Paulus das sagt, noch nie getroffen haben.

Röm 8,27
Der aber die Herzen erforscht, weiß, was der Sinn des Geistes ist, denn er verwendet sich für Heilige Gott gemäß.

Der noch nie in das Gesicht, in das Angesicht von Jesus, der Augen wie eine Feuerflamme hat, wo die Eifersucht Gottes einfach brennend ist und sagt: „Ich will dich und ich will nicht, dass du in irgendeiner Weise dich den Götzen dieser Welt an den Hals wirfst, ich will dich ganz für mich haben“.

Und wer diesen Jesus nicht gekannt hat und getroffen hat, den mit den Augen wie Feuerflammen und ein Schwert aus seinem Munde – der wird zwangsläufig mit gemischten und vermischten und unreinen Motiven seinen Dienst tun. Und sucht Ehre von Menschen und disqualifiziert sich von einer wirklichen Begleitung und Unterstützung und Salbung des Heiligen Geistes.

So, Gottes Gebot ist hier sehr, sehr eindeutig. „Mose, ich will nicht, dass du irgendwas dazu beiträgst, ich will nicht, dass du die Leute fragst, was sind denn jetzt so die Trendfarben?“ Bis in die Farben, bis in die Materialien, bis in die Maße, bis in das kleinste Seil und Nagel hat Gott jedes Detail beschrieben, wie der Tempel auszusehen hat. Und da hat nie irgendjemand gesagt: Mose, frag die Leute, was sind heute so die Trendfarben und was hätten sie denn gerne? Niemand wurde gefragt!

Weil es Gottes Haus ist und Gott mit alles Selbstverständlichkeit sagt: Es ist mein Haus und ich will dort wohnen und deswegen muss es so sein, wie es mir gefällt. Was ihr dazu zu sagen habt, interessiert mich überhaupt gar nicht.

Ist das Liebe? Ja! Das ist die Liebe Gottes!

Er ist Gott. Und es geht um Seine Ehre, es geht um Ihn. Und Er hat uns geschaffen für Ihn. An einer Stelle in Jesaja redet es von den Menschen, „die ich geschaffen habe zu meiner Ehre“.

Jes 43,7
jeden, der mit meinem Namen genannt ist und den ich zu meiner Ehre geschaffen, den ich gebildet, ja, gemacht habe!

Es geht um die Ehre Gottes! Und das ist eins der Dinge, die Er niemals mit irgendjemandem teilen will. Er ist nicht bereit, Seine Ehre zu teilen. „Meine Ehre werde ich niemandem geben“, sagt Er.

Jes 42,8
Ich bin Jahwe, das ist mein Name. Und meine Ehre gebe ich keinem anderen noch meinen Ruhm den Götterbildern.

Und wer das krass findet, der muss einfach anerkennen, dass er diesen Gott mit diesem Verlangen, Er will alleine Gott sein – weil Er ist alleine Gott – und alles andere würde einfach Lüge sein und Täuschung sein und kann nicht bestehen. Diesen Gott müssen wir kennenlernen.

So, viele Male, viele Male haben wir diese Ermahnung, wo Gott dem Mose sagt: Mach es so wie ich dir gesagt habe. Über 10 Mal steht es da. Also wenn das ein Deutsch-Aufsatz wäre, der Lehrer hätte schon längst die Krise gekriegt und gesagt: Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung, schlechter Stil. Was ist das für ein Stück Literatur, wo immer wieder dasselbe gesagt wird?

Aber Gott will nicht einen Preis gewinnen in Literatur, sondern Gott will zeigen, wer Er ist und worum es ihm geht.

Und er verlangt von Mose und durch Mose dann vom ganzen Volk, Gehorsam und Akzeptanz der Tatsache, Er ist Gott. Und Er sucht keine Ratgeber, Er sucht willige Leute, die bereit sind zu tun, was Er schon beschlossen hat.

Und dann siehst du ganz zum Schluss, als alles so gemacht wurde, Kapitel 40 – alleine in diesem Kapitel kommt es mehrere Male vor: „wie der HERR dem Mose geboten hatte“. Fünf, sechs, sieben Mal kommt es vor. „wie der HERR dem Mose geboten hatte“. Sie machten es so wie der Herr dem Mose geboten hatte.

#00:25:05-9#

Und dann heißt es in Vers 33.

2 Mose 40,33b
So vollendete Mose das Werk.

Und jetzt kommt diese fantastische Aussage.

2 Mose 40,34
Da bedeckte die Wolke das Zelt der Begegnung, und die Herrlichkeit des HERRN erfüllte die Wohnung.

Die Herrlichkeit des Herrn erfüllte die Wohnung. Wann ist das letzte Mal gewesen, dass du in einer Versammlung warst, wo du sagst: Hier haben wir einen kleinen, aber doch schon so tiefen und beeindruckenden Vorgeschmack von was es heißt, „die Herrlichkeit des Herrn erfüllt das Haus“?

1 Könige 8,11b
denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN.

Wir haben keine Vorstellung, wir haben keinen Hunger, wir haben kein Verlangen, wir schaffen unsere Gottesdienste ohne die Gegenwart Gottes. Und das ist unser Problem. Wir vertrauen auf das, was wir können. Und ob Gott kommt oder nicht, ist uns völlig wurscht, und wir verlassen uns darauf, wir haben gebetet: „Wo zwei oder drei zusammen sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen“ und dann ist das jetzt mal so.

Ob wir da wirklich mit reinem Herzen, mit Eifer und mit Sehnsucht und mit Hunger für Gott gekommen sind und Ihm dienen wollen wie ein Gottesdienst eigentlich sein soll – es ist ja Dienst für Gott! Wir dienen Ihm!

Und wo hat Gott gesagt: Aber bitte mit 15 Minuten muss Schluss sein!

Will nicht vielleicht der Heilige Geist mal etwas anderes tun? Will er nicht mal uns aus unserer Form und unserer Prägung herausholen und etwas Neues, etwas Kreatives machen, etwas Schönes machen, uns hineinbringen in den Fluss des Heiligen Geistes?

Stattdessen erlebe ich einen Trend in den letzten Jahren, es wird immer schlimmer – viele, viele Gemeinden haben das Singen im Geist schon längst abgeschafft.

Entweder weil sie sich nicht trauen oder aber aus Rücksicht auf die Fremden. „Die verstehen ja nicht, was wir tun“.

Gottesdienst heißt Gottesdienst, weil man dort Gott dient. Und Dank sei Gott wenn da Fremde kommen, aber wir machen keinen Zirkus für die!

Ein Freund von mir ist in einer Gemeinde gewesen, die beansprucht auch eine Gemeinde des Heiligen Geistes zu sein. Und auf jedem Stuhl war ein Zettel: „Wir bitten während des Gottesdienstes/Lobpreises vom Hände heben abzusehen, weil das die Fremden verschrecken könnte“.

Weil die Fremden das nicht nachvollziehen können. Wie tief sind wir gesunken, dass so etwas überhaupt möglich ist?! Was für eine Schande! Die Bibel sagt: Die Männer sollen an allen Orten heilige Hände heben.

1Tim 2,8
So will ich nun, dass die Männer beten an allen Orten und aufheben heilige Hände ohne Zorn und Zweifel.

Und dann kommt die Leitung und sagt: Aber bitte nicht im Gottesdienst! Das könnte die Fremden irritieren.

Was gehen uns die Fremden an?! Wir wollen Gott erfreuen! Wer hat uns gesagt, wir sollen ein schönes Programm machen für die Fremden?! Kurzen Lobpreis, kurze Predigt, hinterher Sushi und alle sind herzlich eingeladen zur Gemeinschaft. Die Aschenbecher stehen auch schon bereit.

Hallo!?

Wer sind wir? Für was sind wir da? Was ist unser Auftrag? Worum geht es?

Wir sind gerufen, ein heiliges Volk, eine Priesterschaft, ein Königtum von Priestern zu sein, und wir sind gerufen, Gott zu dienen und zwar weil Gott Gott ist, auf die Weise, die ER beschlossen hat. Nicht, die wir uns ausgedacht haben und die wir nett finden oder kulturell angepasst oder akzeptabel oder politisch korrekt.

Wen interessieren denn alle diese Begriffe wenn wir ein Herz haben für Gott? Dann gibt es nur noch eins: Was will Gott? Punkt, fertig aus.

Und wir sind entschieden für Ihn da zu sein. Und das Lobpreisteam hat die Freiheit und hat es gelernt, sich der Führung des Heiligen Geistes unterzuordnen und sie fließt mit dem Heiligen Geist. Und die Leiterschaft hat gesagt: Geht mit dem Heiligen Geist bis wir durch sind.

Und nicht: Achtet auf die Uhr, nach 17 Minuten muss fertig sein.

Gottesdienst heißt Gottesdienst, weil man Gott dort dient.

Aus diesen vielen Wiederholungen: „Sieh zu, dass du es so machst, wie ich dir geboten habe“ kommt dieser Eifer Gottes: Es ist mein Haus. Und ich will mich dort wohlfühlen. Und ich alleine will und darf und werde bestimmen, was da abläuft und wie es abläuft – und niemand sonst kommt dazwischen.

#00:30:04-9#

Das ist Gott. Und wo eine Gemeindeleitung dieses Herz hat und alles danach ausrichtet, wir sind hier zusammen, um Gott zu erheben. Wir sind hier zusammen, um Ihn zu ehren. Wir wollen Ihn erfreuen, wir wollen in der Gesinnung Jesu leben, der alles getan hat, um den Vater zu erfreuen — da kommt der Heilige Geist.

Und da berührt er. Da bricht er Gefängnisse auf, da überführt er von Sünde und bringt Menschen zu einer tiefen, geistgewirkten Buße, die man nicht machen kann.

Eines der ehrfurchtgebietendsten und heiligsten Momente, die ich je erlebt habe, war eine Versammlung, wo der Heilige Geist gewirkt hat und Menschen gezogen hat, vor die Versammlung zu treten – das war nicht ein Beschluss, das war nicht Programm, das hat der Heilige Geist so arrangiert. Und Menschen kamen und haben Sünde bekannt.

Und da sind viele Tränen geflossen, und das war so eine heilige Atmosphäre, aber dann – nach einer Weile, wo einige Leute vorne waren, ist etwas passiert, was ich niemals in meinem Leben vergessen werde. Von ganz hinten kam ein junger Mann nach vorne. Und er hatte offensichtlich Mühe überhaupt irgendwie sich nach vorne zu schleppen, so konnte man das an seinem Gang schon sehen. Und dann war er vorne. Und dann unter Tränen hat er bekannt, dass er einmal vor vielen, vielen Monaten als der Opferkorb durch die Reihen ging einen größeren Betrag – ich glaub, es war 1000 Euro, ich weiß nicht mehr genau, das war ein großer Betrag, aber ich will mich jetzt nicht festlegen, aber es war ein großer Betrag – er hat aus diesem Korb genommen.

Und niemand hat ihn deswegen angesprochen, niemand hat es gesehen, und als er das bekannt hatte – erstmal konnte er kaum vor Rührung sprechen – und als er damit endlich raus war, der brauch zusammen, schmolz in den Teppich ein und hat geschluchzt und geheult wie ein kleines Kind. Und in dem Moment als er erzählt hat, was er getan hat, war so die Heiligkeit Gottes gegenwärtig, dass ganz spontan und unabgesprochen schrille, spitze Schreie aus den verschiedensten Ecken der großen Versammlung kam.

Und da habe ich zum ersten Mal verstanden: Das ist der Schrecken des Herrn. Das ist die Furcht Gottes. Schon mal gelesen? Gott sagt: Ich werde kommen in meinen Tempel, wer wird mein Kommen ertragen?

Mal 3,1b-2a
Und plötzlich kommt zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr herbeiwünscht1, siehe, er kommt, spricht der HERR der Heerscharen. Wer aber kann den Tag seines Kommens ertragen?

Er wird kommen und wird wie ein „Wäscher“ sein.

Mal 3,2
Wer aber kann den Tag seines Kommens ertragen, und wer wird bestehen bei seinem Erscheinen? Denn er wird wie das Feuer eines Schmelzers und wie das Laugensalz von Wäschern sein.

Wie einer, der Herzen läutert wie Silber.

Mal 3,3
Und er wird sitzen und das Silber schmelzen und reinigen, und er wird die Söhne Levi reinigen und sie läutern wie Gold und wie Silber, so dass sie Männer werden, die dem HERRN Opfergaben in Gerechtigkeit darbringen.

Das ist nicht angenehm, aber es ist notwendig.

Und jeder im Saal hat gewusst, das ist ein heiliger Gott, der Sünde in seinem Haus nicht tolerieren will und wird, hat dieses arme Bürschlein von hinten am Kragen gepackt und gesagt, „du kommst jetzt nach vorne und du bekennst, was niemand weiß“. Jeder hat verstanden, das ist nicht ein Programmpunk, den man vorher arrangiert hat: „Ach, Bruder, wär doch nett, wenn du auch noch ein Zeugnis geben würdest“. Jeder hat verstanden, der einzige Grund, warum er nach Monaten das bekennt, ist, die Furcht des Herrn hat ihn gepackt.

Und nach seinem Bericht, nach seinem Sündenbekenntnis, war die heilige Furcht Gottes mit Händen zu greifen. Und der Abend war schon spät, und wir haben noch eine kurze Weile, ich weiß nicht wie lange, aber es war nicht lange, den Herrn gepriesen als alles vorüber war.

Und ich weiß es wie heute, das war eines der heiligsten und reinsten und herrlichsten und schönsten Anbetungszeiten, die ich in meinen 42 Jahren als Christ jemals miterlebt habe. Die Luft des Himmels war zum Greifen. Und das war alles so klar und so rein und so hell und so durchsichtig und so ergreifend, und das war so eine Mischung aus unbändiger Freude – und Ehrfurcht und Schrecken zugleich.

Ich weiß nicht, ob du dir diese Mischung vorstellen kannst, aber so war es.

Und da habe ich einen Vorgeschmack bekommen wie es ist wenn Gott wirklich unter uns wohnt.

#00:35:14-4#

Paulus sagt: Wie ist es wenn ihr zusammenkommt? Jemand weissagt und das Verborgene des Herzens eines Ungläubigen wird offenbar. Und er fällt auf sein Angesicht und bekennt: Gott ist wirklich unter euch!

1 Kor 14,25
das Verborgene seines Herzens wird offenbar, und so wird er auf sein Angesicht fallen und wird Gott anbeten und verkündigen, dass Gott wirklich unter euch ist.

Das vermag die Gegenwart Gottes. Und wenn du einmal Berichte gelesen hast von Zeiten, wo der Heilige Geist mächtig gewirkt hat – und ich persönlich glaube, dass das alles nur Beispiele sind, punktuelle Beispiele in der Kirchengeschichte, wo Gott zeigen kann, wer Er ist und was Er kann und was uns ermutigen soll zu sagen: „Gott, komm noch einmal und zeige dich und bewege dich und gib uns Hunger nach deiner Herrlichkeit, gib uns ein Verlangen, gib uns das Verständnis, dass ohne deine Gegenwart können wir gar nichts tun“.

Joh 15,5b
denn ohne mich könnt ihr nichts tun.

Wir denken uns eine Menge aus, eine Menge Spaß, eine Menge Unterhaltung und alles Mögliche, und der Gottesdienst wird immer „perfekter“ und es wird immer mehr gestylt und alles irgendwie so, dass wir versuchen, dass das Level von Unterhaltung in der Welt irgendwie zu treffen.

Aber wo ist die Gegenwart Gottes?

Mose sagt, „dass Du mit uns bist, das ist, was uns unterscheidet von allen anderen Völkern!“

2 Mose 33,16
Denn woran soll denn erkannt werden, dass ich Gnade gefunden habe vor deinen Augen, ich und dein Volk, als daran, dass du mit uns gehst, sodass ich und dein Volk ausgezeichnet werden vor jedem Volk, das auf dem Erdboden ist?

Man kann viel nachmachen, man kann die Shows dieser Welt nachmachen mit allen möglichen Dingen und Effekten und man kann versuchen irgendwie mit dem Mischpult da sowas wie Salbung hinzumischen – man kann eine Nebelmaschine anwerfen, man kann Blitze durch die Halle zucken lassen und kann irgendwie eine verrückte Disco und Konferenz und sonstwelche Atmosphäre machen. Aber etwas, was wir nicht können, ist die Gegenwart Gottes imitieren. Das können wir nicht.

Und jeder Versuch, das zu tun, wird von Gott früher oder später bestraft werden. Denkt an die Jungs, die fremdes Feuer gebracht haben, die eigenen Lobpreisdienst gemacht haben. Was ist passiert? Gott hat sie gerichtet.

Kennen wir diesen Gott? Finden wir das gut wenn wir das lesen? Sagen wir, „super, da ist ein Statement!“ – Ich bin heilig und die, die sich mir nahen, müssen sich heiligen.

3Mo 11,44a
Denn ich bin der HERR, euer Gott. Darum sollt ihr euch heiligen, sodass ihr heilig werdet, denn ich bin heilig;

Als das passierte, da hat Mose gesagt, das ist, was Gott gemeint hat: „Die sich mir nahen, die müssen geheiligt sein.“

Kennen wir diesen Gott? Gibt’s den noch im Neuen Testament oder hat Er sich gewandelt und heute ist alles nett und kuschelig und man kann mit den schlimmsten Kompromissen und Sünden immer noch von Intimität mit dem Vater reden? Und von der wunderbaren Gegenwart Gottes?

Hat Gott sich geändert? Hat Gottes Hass auf die Sünde sich geändert? Hat Gottes Meinung sich geändert? Hat Gott sich dem Zeitgeist angepasst? Was ist los?

Wie kommen wir auf diese Ideen? Wie kommen wir darauf, so leichtfertig umzugehen mit der Gegenwart Gottes und mit den heiligen Dingen, die in diesem Buch beschrieben sind? Wie kommen wir dazu? Wer hat uns dazu ermutigt.

[Lasst euch nicht ablenken von Reaktionen, die nicht aus dem Heiligen Geist sind. Hört auf das Wort, bleibt dran.]

Nach diesem Heiligtum, lange Zeit später, dann hat David dieses Verlangen von Gott ins Herz gelegt bekommen, ein Haus für Gott zu bauen, aber er durfte es dann selber nicht tun, weil er ein Krieger war und Blut an seinen Händen war, aber sein Sohn durfte es tun. Und er hat seinen Sohn instruiert und lasst uns sehen, was er dort seinem Sohn sagt. Und wir sehen etwas sehr, sehr Interessantes.

1 Chr 28,11-12a
11 Und David gab seinem Sohn Salomo den Plan der Vorhalle des Tempels und seiner Gebäude7 und seiner Schatzkammern und seiner Obergemächer und seiner Innenräume und des Raumes8 der Deckplatte9;
12a und den Plan/Vorbild von allem, was durch den Geist in ihm war.

Siehst du hier dasselbe Muster? Mose hat es vom Herrn bekommen und Mose hat im Geist von Gott etwas gesehen. Und Gott hat gesagt: So wie du es gesehen hast, so musst du es bauen.

Jetzt – ein Tempel wird gebaut – und wieder genau das Gleiche. „Ein Vorbild alles dessen, was in seinem Geiste war.“

Siehst du die Parallele? Nick doch mal wenn du meine Frage verstanden hast.

#00:40:11-7#

So, wenn das so eine starke Betonung ist im Alten Testament auf Gottes unbedingte Führerschaft und Herrschaft in Bezug auf Sein Haus und Er nich möchte, dass man irgendwas baut, was zweckmäßig ist und irgendwas, was gerade einem so in den Sinn passt oder was den Trends entspricht, sondern sagt: Es muss so gemacht werden wie ich es gezeigt habe — wäre es da nicht naheliegend davon auszugehen, wenn jetzt wir im neuen Bund wieder ein Haus bauen sollen, einen Ort für die Gegenwart Gottes, dass Gott genauso unerbittlich ist, genauso klar ist, genauso entschieden ist?

Und würden wir das im Worte finden? Ist das im Wort Gottes? Oder hat Gott gesagt, „im neuen Bund, ihr seid alle frei, macht, was ihr wollt. Baut mir etwas, das könnt ihr Gemeinde nennen, ob das dann so ist, wie ich das haben will, ist eigentlich wurscht, Hauptsache, ihr macht irgendwas“.

Ist Gott auf einmal lax geworden? Auf einmal beliebig geworden? Auf einmal geht er auf unsere Geschmäcker ein, auf unsere Vorstellungen?

Gott hat sich nicht geändert. Er ist immer noch der gleiche. Und es ist Sein Haus. Und Jesus sagt: Ich werde meine Gemeinde bauen.

Mt 16,18
Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen.

Nicht: Macht doch eine Gemeinde wie ihr gerade so lustig seid. — Ich werde meine Gemeinde bauen.

Von Paulus heißt es als Aposel, und die anderen Apostel haben sicherlich die gleiche Gesinnung gehabt: Er war ein Baumeister.

1Kor 3,10
Gemäß der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer aber baut darauf. Jeder aber gebe acht, wie er darauf aufbaut.

Gibt es einen Baumeister ohne einen Plan? Dann ist er kein Baumeister, dann ist er ein Hobby-Werkler, aber nicht ein Baumeister. Ein Baumeister weiß, bevor er anfängt, was er will.

Und wo kommt der Plan Gottes her, den Paulus hatte? Er war ein Apostel Jesu Christi und Jesus hat ihm genau gezeigt, wie den anderen Aposteln auch, was macht Gemeinde aus, wie muss Gemeinde aussehen, was muss für Elemente da sein, dass es wirklich ein Haus ist für Seine Ehre.

So, wo ist der Plan, den die Apostel hatten? Was hat Gott ihnen, der Herr ihnen gegeben als Anweisung für die Gemeinde?

Nun, die Schrift sagt: Nach der Auferstehung – Jesus war 40 Tage mit den Aposteln.

Apg 1,3
Diesen hat er sich auch nach seinem Leiden in vielen sicheren Kennzeichen lebendig dargestellt, indem er sich vierzig Tage hindurch von ihnen sehen ließ und über die Dinge redete, die das Reich2 Gottes betreffen.

Nach der Auferstehung! Und lehrte sie die Dinge, die das Reich Gottes betreffen. Da hat er ihnen erklärt, was er will. In den drei Jahren, wo er seine Apostel ausgebildet hat, hat Jesus zwei Mal das Wort Gemeinde in den Mund genommen nach dem, was wir in der Bibel finden. Das eine ist Mt 16, wo er die Gemeinde beschreibt mit dem einen Merkmal — stell dir mal vor, was würdest du für Merkmale nehmen, wenn du Gemeinde beschreibst. Jesus nimmt ein Merkmal. Und das ist Autorität über die Mächte der Finsternis. Das beschreibt er als er von Gemeinde redet.

Mt 16,18
Aber auch ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und des Hades Pforten werden sie nicht überwältigen.

Und in Mt 18 redet er nochmal von Gemeinde, und wovon redet er da? Vom richtigen, Gott gemäßen Umgang mit Sünde in der Gemeinde.

Mt 18,17 Wenn er aber nicht auf sie hören wird, so sage es der Gemeinde; wenn er aber auch auf die Gemeinde nicht hören wird, so sei er dir wie der Heide und der Zöllner!

Und was ist der Zusammenhang zwischen Autorität über die Mächte der Finsternis und der Umgang mit Sünde in der Gemeinde? Eine interessante Frage!

An der Art und Weise wie wir mit Sünde, die in der Gemeinde auftritt, umgehen, entscheidet sich, ob und wieviel Vollmacht wir wirklich ausüben dürfen und können über die Mächte der Finsternis. Weil die Bibel sagt: Gebt dem Teufel keinen Raum!

Eph 4,27
und gebt dem Teufel keinen Raum!

Achan im Alten Testament hat gesündigt. Gott hat gesagt, wenn die Schlacht vorbei ist, alles, was vom Feind erbeutet wurde, muss vernichtet werden.

Jos 7,1
Doch die Söhne Israel übten Untreue an dem Gebannten. Und Achan, der Sohn des Karmi, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs, vom Stamm Juda, nahm etwas von dem Gebannten. Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen die Söhne Israel.

Und Achan vergreift sich an dem Silberbarren. Und sagt: Ach, guck mal hier, das ist ja genau die Summe, für die ich gebetet habe für mein neues Auto. Das ist Gott. Gott gibt mir das hier. Das kann doch kein Zufall sein — und steckt’s in die Tasche und sagt: Damit ist mein Kauf von meinem neuen Dingsbums, was immer der sich kaufen wollte, ist geregelt und denkt noch, es ist von Gott und hat total vergessen, was Gott gesagt hat: Alles Gebannte muss vernichtet werden, nichts vom Feind darf behalten werden. Ob das in euren Augen wertvoll ist oder wertlos ist, es muss alles vernichtet werden.

#00:45:06-5#

Und Achan hat’s genommen. Und was passiert? Weil ein Mann gesündigt hat, verliert Israel, die Armee des Herrn, die Autorität hat über alle Feinde, sie verliert die nächste Schlacht. Und dann sind sie alle völlig schockiert – wie kann das sein? Gott hat doch gesagt, er will mit uns sein. Gott hat uns doch gesagt, er wird alle Feinde vor uns her vertreiben. Gott hat doch gesagt, Er ist der, der den Sieg bringt in der Schlacht – wie kann das sein?! Dass wir verloren haben und so viel Verluste erleiden mussten, wie kann das sein?

Und dann kommt die Antwort: Israel hat sich versündigt.

Jos 7,11a
Israel hat sich versündigt

Ja, wie, Israel? Das war doch der Achan! Was haben wir denn mit Achan zu tun! Wieso müssen denn wir darunter leiden, weil der Achan was gemacht hat, was wir natürlich nie gemacht hätten?! — Wir hätten es auch gerne gemacht, aber uns nicht getraut.

Ist das nicht unfair? Alle leiden wegen eines Mannes?! Hier gibt Gott eine Lektion: Er sieht sein Volk, und er sieht auch eine Gemeinde, wie EINE Person.

Einer leidet – alle leiden. Einer gibt dem Teufel Raum, alle leiden darunter.

„Ja, was haben denn wir mit dem Achan zu tun?!“ — wenn wir biblische Ordnung anschauen für Beziehungen, dann sehen wir, dass wir Verantwortung haben. Vielleicht kommt es so weit in dieser Lehrreihe, am Ende mache ich eine Einheit über Gottes Ordnung in den Beziehungen in der Gemeinde. Wäre das mal interessant? Oder „Och, das kennen wir schon. Abgehakt! Beziehungen? Das ist alles ganz easy“.

Ich rede nach den Ordnungen Gottes! Davon rede ich.

Und dann sehen wir, dass wir sehr wohl Verantwortung haben für die Sünde des Bruders und der Schwester. Und dass wir nicht sagen können: „Was geht mich seine Sünde an? Das ist seine Privatsache. Da soll er selber zusehen wie er damit klar kommt“.

Das ist nicht die biblische Ordnung, ihr Lieben.

Aber weil wir alle getrieben sind von dieser Idee: „Wir müssen nett sein“. Als wenn das Evangelium lauten würde: „Seid nett zueinander“. Das ist ADAC! Das ist nicht Bibel!

„Redet die Wahrheit in Liebe“ – das ist Evangelium. Aber später mehr zu dem Thema, wie wir da umgehen sollen.

Aber der Punkt ist einfach: Da ist ein Zusammenhang zwischen der Autorität, die eine Gemeinde über die Mächte der Finsternis ausüben darf. Theoretisch haben wir alle Macht, über alle Macht des Feindes, weil das hat Jesus erworben und uns gegeben.

Lk 10,19
Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und Vollmacht über alle Gewalt des Feindes, und nichts wird euch schaden.

Mt 28,18-19a
Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Völker …

Warum sollen wir hingehen? Weil diese Macht, die er erworben hat, uns gegeben ist natürlich.

Aber das ist die Theorie. Wieviel wir davon praktisch wirklich ausüben können, ist eine ganz andere Geschichte. Und da ist offensichtlich eine nicht zu übersehende Kluft zwischen dem, was uns zusteht und was wirklich funktioniert, oder? Warum schicken wir dann unsere psychisch Kranken in die Klinik statt die Geist auszutreiben? Warum tun wir das? Hallo?

Aber mein Punkt war, die Apostel haben klare Instruktionen bekommen. Du sagst: Ja, kann ich mir vorstellen – Jesus hat sie 40 Tage gelehrt über das Reich Gottes, also wie man jetzt Reich Gottes baut. Aber leider steht da ja nicht, *was* er ihnen beigebracht hat. Schade! Das wäre doch so interessant zu wissen, was er ihnen dort gesagt hat über wie baut man denn jetzt Gemeinde.

Es steht in der Bibel, was Jesus ihnen gesagt hat!

Ja, wo?

Schau dir den Dienst der Apostel an! Das, was sie getan haben, das ist die Umsetzung, die Ausführung dessen, was Jesus ihnen beigebracht hat. Und Paulus betont es so viele Male und das trifft sicherlich für die anderen Apostel genauso zu. Die tun nicht irgendwie ihre Ideen, die machen nicht das, was sie nett finden. Sie machen nicht irgendetwas. Sie verkündigen nicht irgendetwas – sie tun das im Gehorsam Gott gegenüber, sie tun das, das Er ihnen geboten hat. Sie sind Diener, sie sind Sklaven Christi.

Was den Dienst angeht, sie haben keinen eigenen Willen!

So, das heißt, wenn wir den Dienst der Apostel anschauen, dann wissen wir, was Jesus ihnen geboten hat. Macht das Sinn? Sag „ja“.

#00:50:17-5#

Jetzt schau dir mal so einen Punkt an, ich meine, es ist jetzt nicht ein wesentlicher Punkt, auf dem ich herumreiten will, aber nur einfach mal so als kleiner „Augenöffner“, mit welcher Selbstverständlichkeit und mit welcher frechen Großzügigkeit wir über die Ordnung Gottes hinweggehen: In Apostelgeschichte kannst du lesen – Apg 14 – Paulus und sein Team, was machen sie?

Apg 14,23
Als sie ihnen aber in jeder Gemeinde/Versammlung Älteste gewählt hatten

Bitte achte genau darauf, was der Text sagt. Nicht die Versammlungen haben sich Älteste gewählt, sondern die Apostel haben für jede Versammlung – das waren also schon Gläubige, jetzt Älteste eingesetzt. Die Apostel haben gewählt. Nicht die Gemeinde hat gewählt. Und sie haben Älteste eingesetzt. Nirgendwo siehst du, die haben einen Pastor eingesetzt oder eine Pastorin oder haben gesagt, ach, wir machen es irgendwie, Gemeinde bestimmt. Du findest das nicht.

In jeder Versammlung haben sie Älteste eingesetzt. Und deswegen konsequenterweise wenn nachher das Werk wächst und Paulus hat Mitarbeiter und er kann sie senden so wie Timotheus oder wie Titus, auch in apostolischer Sendung und Vollmacht, ja? Was gibt er dann dem Titus mit?

Tit 1,5a
Deswegen ließ ich dich in Kreta zurück, damit du das Versäumte nachholen –

also etwas fehlte da noch, das sollst du jetzt nachholen, und was soll der nachholen?

Tit 1,5b
in jeder Stadt Älteste einsetzen möchtest wie ich dir befohlen habe.

Das war ein reifer Mann Gottes, der hatte die Leitung des Heiligen Geistes. Und Paulus hat nicht gesagt: Geht und bete und lass dich führen vom Heiligen Geist, was in dieser Stadt dran ist, weil Gott ist ja vielfältig, und der macht nicht immer dasselbe, er wiederholt sich ja nicht, also überleg doch mal und bete und finde heraus, was möchte Gott in dieser Stadt tun? Was möchte Gott in jener Stadt tun? Was möchte Gott in der nächsten Stadt tun?

Er hat Titus überhaupt keine Wahl gegeben, hat ihm nur einen Befehl gegeben. Titus, du setzt Älteste ein!

Da musste er nicht beten: Herr, ist hier eine Pastorin dran? Ist hier ein Pastor dran? Wie hättest du es gerne?

Er musste darüber nicht beten, er durfte darüber gar nicht beten. Er hatte gar keine Wahl. Er musste einfach den Befehl ausführen. Das ist übrigens ein Wort, was wenig gängig ist in unserem christlichen Vokabular: Gehorsam und Befehl. Schon mal gemerkt, dass das ein Begriff ist, den gibt es noch bei der Armee oder bei der Polizei, aber in der Gemeinde – Gehorsam und Befehle? Du, also, wir sind doch alle … nicht wahr?

Sie wurden, heißt es in der Bibel, dem Glauben gehorsam.

Apg 6,7
Und das Wort Gottes wuchs, und die Zahl der Jünger in Jerusalem mehrte sich sehr; und eine große Menge der Priester wurde dem Glauben gehorsam.

Petrus befahl, dass man sie taufen lasse.

Apg 10,48
Und er befahl, sie zu taufen in dem Namen Jesu Christi. Da baten sie ihn, dass er noch einige Tage dabliebe.

Was machen wir heute? Wir überreden die jungen Leute wenn sie im Konfirmationsalter sind, damit sie endlich sich taufen lassen und alles seine Ordnung hat. Wir überreden Leute! Aber Petrus hat niemanden überredet, aber als Leute sich wirklich bekehrt haben, hat er gesagt: Das ist jetzt, was dran ist.

Wie sollten die Gläubigen das auch wissen, die neuen Gläubigen? Er war der Apostel, er hat ihnen gesagt, was jetzt dran ist. „Ihr habt euch bekehrt und jetzt lasst ihr euch taufen!“

Er befahl das. Er hat nicht einen Vorschlag: Du Schätzchen, überleg doch mal. Wäre das nicht was Tolles? Dann machen wir auch eine Feier, so wie bei der Kirche so, Konfirmation mit ganz vielen Geschenken, und das wird dir bestimmt Spaß machen, möchtest du dich nicht taufen lassen?

Lesen wir sowas in der Bibel?

Christus ist der Herr und Christus hat beschlossen und er verkündigt, auf welche Art und Weise er geliebt werden möchte. Und er hat das Recht dazu. Und er fragt nicht an irgendeiner Stelle: Würde euch das Spaß machen, würde euch das gefallen? Denkt ihr, das wäre ein coole Sache? Was meint denn ihr darüber?

Gott ist Gott. Und es ist Seine Gemeinde. Und Er will Seine Gemeinde bauen – nicht eine Pfingstgemeinde, nicht eine Ecclesia-Gemeinde, nicht eine Baptisten-Gemeinde, nicht eine charismatische Gemeinde – Er will Seine Gemeinde bauen. Und wie Seine Gemeinde aussieht, steht in diesem Buch und nirgendwo sonst.

Und nicht in den Statuten irgendeiner Organisation – wie alt sie auch sein mag.

#00:55:08-3#

Gott ist Gott, es ist Sein Haus. Und wenn du das Neue Testament studierst, und ich habe manches Mal für gewisses Prickeln in Pastorentreffen gesorgt mit so einer kleinen Bemerkung: Ihr lieben Brüder, ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass es im ganzen neuen Testament keine Gemeinde gibt, die von einem Pastor geleitet wird?

Du, da sind die erbaut!

Da hörst du förmlich die Klappmesser in der Tasche schon aufspringen. So erbaut sind sie von so einer Bemerkung.

Paulus schreibt einen Brief an die Philipper. Und er grüßt die Heiligen, er grüßt die Aufseher, das sind die Ältesten, ja? Aufseher und Älteste, das ist das gleiche – ein austauschbarer Begriff. Und die Diener, die Diakone. Die Heiligen, die Ältesten und die Diakone begrüßt er am Anfang des Briefes.

Phil 1,1
Paulus und Timotheus, Knechte1 Christi Jesu, allen Heiligen in Christus Jesus, die in Philippi sind, samt den Aufsehern und Dienern

Ja, warum in aller Welt begeht er diesen grandiosen Fehler und begrüßt nicht den Pastor?

Schon mal darüber nachgedacht? „Das macht man doch nicht!“ Weil die keinen Pastor hatten – Punkt, fertig, aus.

Am Ende seines Dienstes, er will in Ephesus vorbei und will nochmal ein letztes Treffen haben mit der Leiterschaft, er möchte nicht in die Versammlung gehen, aber er möchte sie privat nochmal treffen, die Leiterschaft. Und er ruft die Ältesten zu sich.

Apg 20,17
Von Milet aber sandte er nach Ephesus und rief die Ältesten der Gemeinde herüber.

Ja, bitte, warum schon wieder den Pastor vergessen?

Und so könnten wir weiter und weiter und weiter gehen. Wo kommt die Idee her, eine Gemeinde wird von einem Pastor geleitet? Wo kommt die her?

Ich weiß es nicht so genau, aber eines weiß ich: Nicht aus diesem Buch.

Ich nehme das nur als ein Beispiel, um uns zu zeigen, mit welcher Selbstverständlichkeit wir uns an der Ordnung Gottes vergreifen und wir machen irgendetwas, was Gott uns nicht geboten hat.

Ich bin nicht der Meinung, Ihr Lieben, das will ich gleich mal in Klammern dazu sagen, ich bin nicht der Meinung, dass eine Gemeinde, die sich jetzt entscheidet, wir wollen in neutestamentliches Fahrwasser, dass sie als erstes damit beginnt, den Pastor rauszuschmeissen. Ich bin nicht der Meinung. Um nur drei Hanseln aufzustellen, die wir jetzt Älteste nennen, ohne dass die die Kriterien von Ältesten erfüllen, bringt uns keinen Schritt weiter, sondern drei Schritte zurück.

So, ich bin nicht der Meinung, da fängt es an – bitte! Da möchte ich nicht falsch verstanden werden.

Ich nehme das nur als ein Beispiel: Mit aller Selbstverständlichkeit, seit Luther, wiederholen wir, was Menschen uns vorgemacht haben und es kommt niemand auf den Gedanken: Ja, aber was sagt das Wort eigentlich? Was steht denn in der Schrift?

Und die Begründung, warum wir das so machen, ist ganz einfach, ganz einfach: Team, Ältesten-Team, wo sie offen sind, transparent sind, wo sie Freunde sind, wo sie miteinander im Licht leben, wo sie voreinander die Sünde bekennen, wo sie gemeinsam auf Augenhöhe miteinander gehen, funktioniert nur im Heiligen Geist.

Die One-Man-Show funktioniert auch im Fleisch. Aber das Team, wie Gott sich das vorgestellt hat, funktioniert nur im Heiligen Geist. Und wir sind immer darauf aus, Lösungen zu schaffen, die funktionieren. Ob Geist oder ohne Geist – Hauptsache, der Laden läuft. The Show must go on. Das ist unsere Idee.

Und man könnte noch manche andere Beispiele anführen.

PS 127,1
Wenn der HERR das Haus nicht baut, arbeiten seine Erbauer vergebens daran.

So, wir sehen hier: Die Arbeiter müssen arbeiten, ja. Es ist nicht: Der Herr macht das alles schon und wir legen die Hände in den Schoß oder gehen unseren privaten Dingen nach und irgendwann kommen wir: „Ach, das Haus ist fertig“. Nein, wir bauen das Haus. Aber unter Seiner Führung, unter Seiner Leiterschaft. Und wenn Er nicht das Haus baut, dann arbeiten wir vergebens. Egal wie wir uns bemühen und egal wieviel wir investieren an Zeit und Kraft und Geld, wir arbeiten dann umsonst. Die Arbeiter arbeiten vergeblich.

#01:00:00-8#

Und „vergeblich“ ist ein schlimmes Wort. Vergeblich heißt, am Ende zählt es alles nichts. Am Ende war alles umsonst.

Und wir müssen ein Schaudern bekommen und wir müssen sagen: Gott, das darf nicht über meinem Leben und das darf nicht über unserer Gemeinde am Schluss gesagt werden.

Eine Möglichkeit wie man vergeblich arbeitet, finden wir in der Lehre von Jesus. Mt 15 – hier spricht Jesus zu den Frommen.

Mt 15,3
Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Warum übertretet auch ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen?

Das heißt also, um die Überlieferung zu halten, hochzuhalten, ihr weiterhin den ersten Platz zu geben, übertreten sie das Gebot Gottes. Und jetzt beschreibt er, was er meint:

Mt 15,4
Denn Gott hat gesagt: „Ehre den Vater und die Mutter!“, und: „Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben.“

Das ist das Wort Gottes, ja? Also, die Kinder haben Verantwortung für das Wohlergehen der Eltern im Alter.

Mt 15,5-6a
Ihr aber sagt: Wer zum Vater oder zur Mutter spricht: Eine Opfergabe sei das, was du von mir an Nutzen haben würdest,
der braucht seinen Vater oder seine Mutter nicht zu ehren

Also, was gemeint ist, ist: Jemand hat Geld, hat Vermögen, die Eltern sind jetzt nicht mehr in der Lage für sich selber zu sorgen, der Sohn sollte jetzt sein Geld, was er erarbeitet hat, benutzen, um die Eltern zu tragen. Da gab es ja noch kein Sozialamt. Aber wenn jetzt der Sohn sagt: Ja, diesen Geldbetrag, den habe ich schon versprochen zum Opfer für den Tempel – dann ist das blockiert, dann braucht er dieses Geld nicht zu nehmen, um die Eltern zu unterstützen.

Das ist eine Regel, den die frommen Leiter sich ausgedacht haben, die dem Wort Gottes widerspricht. Ob der nachher tatsächlich das Geld dann dem Tempel zur Verfügung stellt oder nicht, ist dann uninteressant, aber in dem Moment, wo er sagt: Opfer! – ist es blockiert, und er ist frei von seiner Verantwortung gegenüber seinen Eltern.

Zurecht kritisiert Jesus das. Und er sagt: Ihr stellt eure Überlieferungen über das Wort Gottes.

Mt 15,6b
und ihr habt so (auf diese Art und Weise) das Wort/Gebot Gottes ungültig gemacht/aufgehoben um eurer Überlieferung willen.

Mt 15
7 Heuchler! Treffend hat Jesaja über euch geweissagt, indem er spricht:
8 „Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir.

Und jetzt kommt dieses schreckliche Wort.

Mt 15,9
Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren.“

Jesus sagt, es ist alles umsonst. Er könnte doch sagen: Okay, hier habt ihr ein paar Punkte, da habt ihr das Wort Gottes außer Kraft gesetzt, habt eure Überlieferungen darüber gestellt, also, statt 100 Punkte gibt es nur 80 Punkte. Immerhin habt ihr euch bemüht und ein paar Dinge waren auch richtig.

Nein, was sagt Jesus? ALLES, was ihr gemacht habt, ist unbedeutend und zählt nicht. Es ist alles umsonst.

Glauben wir an einen Gott, der am Ende über ein Leben, am Ende über einer Gemeinde solche Worte sprechen kann? Glauben wir an den oder ist das einfach ein Bibeltext, „der ist auch mal interessant“? Oder gibt es diesen Gott wirklich? Ist Gott so wie Er hier beschrieben wird? Kann er solche Worte sprechen – „vergeblich“?

Paulus sagt: Ich warne euch, dass ihr die Gnade Gottes nicht vergeblich empfangt.

2Kor 6,1
Als Mitarbeiter aber ermahnen wir auch, dass ihr die Gnade Gottes nicht vergeblich empfangt.

Die Gnade ist umsonst, aber es kostet uns etwas, ihr Raum zu geben, es kostet uns etwas, mit der Gnade zu kooperieren und der Gnade den Vorrang zu geben und der Gnade zu erlauben, dass sie in uns ihr Werk tun kann. Und man kann aus der Sicht des Herrn tatsächlich Gnade vergeblich empfangen, d.h. sie hat dann doch keine Möglichkeit, ihr Werk zu tun.

Wenn es so etwas wirklich gibt, ihr Lieben, sollte uns sowas nicht beunruhigen?

#01:05:10-6#

Sollte uns das nicht zu dem Punkt bringen: „Gott, hilf mir, so zu leben, dass sowas niemals eintritt in meinem Leben“. Und die Gemeindeleitung betet: „Gott, hilf uns, dass wir nicht am Ende so ein Wort hören müssen: Ihr habt euch mächtig bemüht, und ihr habt eure Statuten und eure Ideen und eure Traditionen hochgehalten, aber ihr habt das Wort Gottes außer Kraft gesetzt!“

Müsste das nicht uns beunruhigen?

Wo kommt diese Leichtigkeit her? Diese Sicherheit her? „Ach, wir machen das so, das passt schon!“

Wie viele Pastoren habe ich reden hören: Gott hat uns das Evangelium gegeben, aber wie jetzt die Gemeinde aussehen soll, das ist uns überlassen.

Wo kommt das her?

Sollten wir da nicht fragen, ob es vielleicht auch bei uns Menschengebote gibt, die höher stehen als die Ordnung Gottes? Sollte das uns nicht nachdenklich machen und beunruhigen im Heiligen Geist, dass wir sagen: Wir müssen ganz dicht an diesem Wort sein und wir können uns in Bezug auf die Gemeinde und wie die Gemeinde gebaut wird, wir können uns nicht erlauben, an irgendeiner Stelle vom Modell, vom Muster, das uns gezeigt ist, abzuweichen.

Lasst mich einige Beispiele geben, wo wir mit Lockerheit, mit Selbstsicherheit, mit Selbstvertrauen das tun und das Wort Gottes außer Kraft setzen:

Jesus hat es ganz klar beschrieben, vorgemacht und geboten, dass wir Jünger machen sollen.

Die allermeinsten pfingstlich-charismatischen Gemeinden, die ich kenne, erlauben sich den Luxus, ohne Jüngerschaft zu leben.

Weil sie Rücksicht nehmen auf die Befindlichkeiten der Leute. Weil sie sagen: Wenn wir diese Standards, die wir im Wort finden in Bezug auf Jüngerschaft – wenn wir das hier ansetzen würden, da ist am nächsten Sonntag die Hälfte verschwunden. „Ja, und wer wird dann das Gebäude bezahlen und mein Gehalt?!“

Siehst du, was uns wichtig ist?

Menschliche Dinge, die für Gott entweder an 15ter Stelle stehen oder überhaupt keine Bedeutung haben, die stehen bei uns ganz oben, aber die Dinge, die Gott haben will, die ignorieren wir mit einer Lässigkeit, die absolut erschreckend ist.

Mache ein Bibelstudium und du wirst feststellen, eine neutestamentliche Gemeinde besteht aus Jüngern. Die waren lange Zeit „Jünger“ genannt, weil sie Jünger waren und erst später dann hat man die Jünger Christen genannt.

Apg 11,26
und als er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochia. Es geschah ihnen aber, dass sie ein ganzes Jahr in der Gemeinde zusammenkamen und eine zahlreiche Menge lehrten und dass die Jünger zuerst in Antiochia Christen genannt wurden.

Und das müssen wir wieder umkehren. Die Christen müssen wieder Jünger werden.

Und wenn wir verstehen, was Jüngerschaft ist, und morgen werde ich mir Zeit nehmen, das zu erklären: Wie sieht Jüngerschaft aus? Was heißt das? Wie machen wir Jünger? Und überhaupt die Idee: Wir machen Jünger. Macht das nicht Gott?!

Jesus hat gesagt: Macht Jünger.

Mt 28,19
Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Na klar, es hilft der Heilige Geist, aber erstmal brauchen wir ein Verständnis, worum es überhaupt geht. Und wir brauchen eine Leitung, die frei ist von Menschenfurcht und Menschengefälligkeit.

Denn nur eine solche Leitung kann den Standard von Jüngerschaft in einer Gemeinde einführen. Nur eine solche Leitung. Eine andere Leitung wird es niemals schaffen. Nicht einmal sich vornehmen ernsthaft jetzt wirklich Jüngerschaft hineinzubringen.

Aber das nenne ich jetzt nur als einen Punkt. Der allergrößte Teil, ich würde denken, vielleicht 98% der pfingstlich-charismatischen Gemeinden, erlauben sich den Luxus oder ich würde es anders sagen – die Frechheit – keine Jünger zu machen. Mit all den Begleiterscheinungen und Folgen, die sich daraus ergeben für das Gemeindeleben.

Ich nehme das jetzt nur als ein Beispiel, zu zeigen, dass Menschengebote an vielen Stellen immer noch über dem Wort Gottes stehen und dass wir das Wort Gottes locker und lässig und selbstverständlich außer Kraft setzen.

Paulus macht es unmissverständlich klar. Jeder, der lesen kann, kann zu keinem anderen Schluss kommen: Es ist die Aufgabe der Gläubigen, gegen Mächte, gegen Geister in der Himmelswelt zu kämpfen.

Eph 6,12
Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut4, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen5 Mächte der Bosheit in der Himmelswelt6.

#01:10:01-3#

Wir haben zu kämpfen! Wie viele Gemeinden kennst du, die das wirklich glauben und die sich bemühen, auf der Grundlage der Schrift, da vom Heiligen Geist hineingeleitet zu werden und die das praktizieren?

Ich kenne sehr, sehr, sehr wenige.

Wir ignorieren Epheser 6. Wir erwähnen das einfach nicht. Wir beunruhigen die Gemeinde nicht.

Weil uns ein religiöser Scheinfriede wichtiger ist als wahrer Friede mit Gott, der kommt wenn wir wirklich uns danach ausstrecken, Sein Wort zu TUN.

Nehmen wir einen anderen Punkt: Nach dem Neuen Testament spielt die Erwartung der Wiederkunft Jesu eine ganz zentrale Rolle. Geh einmal durch das Neue Testament und sammel all die Schriftstellen, die von dem Kommen des Herrn sprechen und dann siehst du, das war für die Gläubigen ein ganz, ganz, ganz großes Thema.

Und sie haben verstanden, nicht nur geht es um die Wiederkunft des Herrn, sondern es geht darum, dass wir – wie Petrus das sagt – die Wiederkunft des Herrn beschleunigen.

2Petr 3,12
indem ihr die Ankunft des Tages Gottes erwartet und beschleunigt, um dessentwillen die Himmel in Feuer geraten und aufgelöst und die Elemente im Brand zerschmelzen werden!

Ja, wie? Beschleunigen? Gott ist doch souverän, und Gott macht wie Er will und was hat das mit uns zu tun?

Ja, dann hat Petrus wohl irgendwas falsch verstanden. Oder wir haben was falsch verstanden!

Einer von beiden muss jetzt irgendwie daneben sein.

Indem wir eine brennende Sehnsucht nach der Wiederkunft des Herrn entwickeln – durch das Wort und durch den Heiligen Geist – beschleunigen wir seine Wiederkunft. Das ist nach der Bibel die Aufgabe der Gläubigen.

In den allermeisten Gemeinden, in den Predigten, in den Liedern, in den Gebeten, in den Gesprächen hörst du nichts von der Wiederkunft des Herrn. Warum ist das so?

Weil wir es uns hier gemütlich eingerichtet haben, weil wir keine Wiederkunft Jesu brauchen, die würde uns nur stören, die würde uns irritieren, die würde uns vor Augen führen, dass unsere Prioritäten vollkommen falsch sind – also wir ignorieren das.

Menschengebote über Gottes Wort.

Und wenn man lange sucht, würde man noch viele, viele andere Dinge finden.

Nach dem Neuen Testament ist es absolut klar: Die neutestamentliche Gemeinde besteht aus geisterfüllten Gläubigen. Und „geisterfüllt“ bedeutet, sie sind imstande in neuen Sprachen zu beten. Nicht wahr?

Ich nehme mir jetzt nicht die Zeit, durch die Bibelstellen zu gehen. Ich denke, das sollte jedem klar sein: Die Bibel, oder das Neue Testament, ist geschrieben von geisterfüllten, in Zungen sprechenden, geistlichen Leitern an geisterfüllte, in Zungen sprechende Gläubige. Punkt, fertig, aus.

Das war normal, das ist Standard. Deswegen sagt Paulus an die ganze Ephesus: Betet im Heiligen Geist.

Eph 6,18
Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist, und wachet hierzu in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen

Er sagt nicht: Die, die das geschenkt bekommen haben. Die anderen natürlich können nicht, verstehen wir.

Nein, er sagt zu der ganzen Gemeinde: Betet im Heiligen Geist.

Das ist übrigens was am Anfang der Pfingstbewegung alle Pfingstler geglaubt haben.

Vor einiger Zeit hatte ich eine Unterhaltung mit einem Ältesten aus einer Pfingstgemeinde, die sehr wächst und die ein Modell ist, ein Vorzeigebeispiel von wie man Gemeinde baut, wie man Erfolg hat, wie das Haus voll wird. Und ich fragte ihn: Sag einmal, was schätzt du, wie viele eurer Leute sind erfüllt vom Heiligen Geist und sprechen in neuen Zungen – wie viele?

Und er sagt: Hm, weiß nicht so genau, wir führen da ja nicht Buch drüber, aber ich würde mal so denken, vielleicht 60%.

Ich sage: Und wie viele waren das im Neuen Testament?

Da macht er ein langes Gesicht.

Ich sage: Ich sehe in der Bibel die Aufgabe der Ältestenschaft – eine von vielen, vielen Aufgaben – ist dafür zu sorgen, dass die Neubekehrten so schnell wie möglich erfüllt werden mit dem Heiligen Geist.

Wo hole ich das her? Apostelgeschichte 6. Philippus war da, Samaria hat das Wort angenommen, wurden getauft, und jetzt sandten sie Petrus und Johannes, dass sie hingehen und mit ihnen beten, damit sie den Heiligen Geist empfingen. Die blieben nicht in Jerusalem und haben gesagt: Ach, toll, Samaria hat Erweckung, die Leute sind gläubig geworden, sind getauft, sind unsere Brüder und Schwestern, und jetzt sind wir gespannt, was Gott tun wird. Vielleicht startet da jetzt eine evangelikale Denomination, um da ein bisschen mehr Vielfalt reinzubringen.

#01:15:11-6#

Haben die so gedacht? Die haben genau verstanden: Pfingsten war souverän. Wer sollte denn kommen und ihnen die Hände auflegen? Pfingsten war vom Himmel, bumms, fertig, aus.

Aber von da an sind sie verantwortlich dafür zu sorgen, dass die Neubekehrten den Heiligen Geist empfangen. Das wusste jeder Jünger, da musste man nicht mal Leiter sein. Hananias wird gerufen zu Saulus, der gerade sich bekehrt hat. Und was macht der? Der betet mit ihm, legt die Hände auf, damit er den Heiligen Geist empfängt.

Apg 9,17
Hananias aber ging hin und kam in das Haus; und er legte ihm die Hände auf und sprach: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt durch Jesus – der dir erschienen ist auf dem Weg, den du kamst -, damit du wieder sehend und mit Heiligem Geist erfüllt werdest.

So, da hat man nicht gesagt wie heute: Leute, kommt alle in den Gottesdienst, kommt nach vorne, Bruder, hier habe ich Schwester XY oder Bruder Ernst, der hat sich gerade bekehrt – jetzt bete mal mit ihm, kannst du mit ihm beten, dass er den Heiligen Geist empfängt?

Ich sage: Ja, kann ich – aber kannst du auch! Das ist die Frage.

Wir denken, ja, das muss die Leiterschaft machen. Ja, und wenn’s die Leiterschaft nicht macht? Dann macht’s keiner. Und dann hast du eine große Gemeinde, und die ist in aller Munde und boah, guck mal, was für ein Vorbild. Und der Älteste selber sagt 60%. Was ist mit den 40%, die sich bemühen, ein Christenleben zu führen ohne die Kraft?!

Apg 1,8
Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.

So, die sollen ihr Christenleben führen, ob sie Kraft haben oder nicht. Hauptsache, sie tun es jetzt. Was ist denn das für eine Leiterschaft? Was ist denn das für ein Verständnis?

Und ich weiß aus eigener Erfahrung: Wenn man eine Gemeinde mit gesunder, neutestamentlicher Lehre erfüllt, dann hast du 100% der Gemeindemitglieder, die erfüllt sind vom Heiligen Geist und in neuen Sprachen sprechen.

Aber es ist ein Unterschied, ob ich sage: „Das ist der Wille Gottes“ oder „Du, hast du schon mal gedacht, könntest du dir vielleicht auch vorstellen, in Sprachen – ach, ich seh schon, das ist nichts für dich, okay, entschuldigung, dass ich überhaupt dir auf die Zehen getreten bin“. Leisetreterei! Wir bieten es an wie Angebote, wie Schnäppchen!

Petrus BEFAHL, dass sie getauft werden sollen.

Apg 10,48
Und er befahl, dass sie getauft würden im Namen Jesu Christi. Dann baten sie ihn, einige Tage zu bleiben.

Paulus kommt zu einer Gruppe von Jüngern, die ganz offensichtlich wirklich bekehrt waren, auch wenn Theologen das Wort verdrehen wollen – wie sie es oftmals so gerne tun und wollen sagen: Das waren Jünger von Johannes, die waren noch gar nicht bekehrt, die waren nicht wiedergeboren.

Die waren wiedergeboren! Und der Heilige Geist wusste ganz genau, dass diese Füchse eines Tages auf diese List kommen werden und sagen: Weil sie von Johannes das Evangelium gehört haben, deswegen waren das noch keine Christen, sondern das waren Jünger von Johannes.

Ein Kapitel vorher sagt der Heilige Geist: Apollos lehrte richtig von Jesus.

Apg 18,25
Dieser war unterwiesen im Weg des Herrn und redete brennend im Geist und lehrte richtig von Jesus, wusste aber nur von der Taufe des Johannes.

Wenn man richtig von Jesus lehrt, dann kommen nicht Johannes-Jünger am Schluss dabei raus, sondern dann kommen Christus-Jünger dabei raus.

Macht das Sinn?

Aber: Apollos wusste noch nichts vom Heiligen Geist. Das hat er dann erst später mitgekriegt. Du musst dir vorstellen – damals gab es noch nicht Youtube und jede neue Lehre war sofort verfügbar für alle. Und das hat gedauert bis sich dann dieser Standard überall durchgesetzt hat. Und Apollos hat es dann bekommen von Aquila und Priszilla.

Apg 18,26
Und dieser fing an, freimütig in der Synagoge zu reden. Als aber Priszilla und Aquila ihn hörten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes genauer aus.

So, Gottes Standard muss aufgerichtet sein und das ist in erster Linie die Aufgabe der Leiterschaft. Und es hat etwas mit Lehre zu tun. Es hat etwas mit Autorität zu tun. Es hat etwas damit zu tun, den Willen Gottes als verbindlich zu deklarieren und nicht als ein Angebot oder eine Möglichkeit und vornehm und ganz sensibel zurückzutreten wenn man merkt, da ist einer, der ist dafür nicht offen.

Wenn jemand sich bekehrt hat, sich wirklich bekehrt hat, und Jesus gesehen hat und erkannt hat, das ist jetzt mein Herr und ich bin dafür da, Seinen Willen zu tun, wenn du dem sagst: So, nach diesem grandiosen Erlebnis gibt es ein weiteres Geschenk, und das hat der Herr für dich.

Wird der sagen: Ahh, neee. Also damit lass mich in Ruhe!

Der wird sagen: Her damit!

Das ist normal. Wenn jemand Bedenken und Vorbehalte hat gegen den Heiligen Geist und gegen Reden in Zungen, dann ist es ein klarer Beweis dafür, dass da noch handfeste Prägungen aus der Vergangenheit, aus der Kultur und religiöse Prägung ein Wörtchen mitzureden haben in seinem Leben. Und diese Bollwerke müssen angesprochen werden, diese Bollwerke müssen niedergerissen werden. Paulus redet von Höhen, die sich erheben gegen die Erkenntnis Gottes und die reissen wir runter.

2 Kor 10
4 denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig für Gott zur Zerstörung von Festungen; so zerstören wir überspitzte Gedankengebäude
5 und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und nehmen jeden Gedanken gefangen unter den Gehorsam Christi

Wenn jemand nicht offen ist für den Heiligen Geist, dann ist sein geistliches Leben krank. Und durch gesunde Lehre wird er gesund, weil er nämlich durch kranke Lehre krank geworden ist.

#01:20:06-6#

Und deswegen macht Paulus so eine Betonung auf „gesunde Lehre“. Gesunde Lehre! Und was ist das Merkmal von gesunder Lehre? Gesunde Lehre ist gemäß der Gottesfurcht, das ist gesunde Lehre. Es vermehrt das Verlangen, Gott muss geehrt werden, Gott muss verherrlicht werden in meinem Leben, weil Gott ist Gott und ich lebe jetzt für Ihn und für Seine Ehre.

So, das waren einige Beispiele, die zeigen, dass es durchaus das heute auch gibt – dass wir Menschengebote über Gottes Gebote stellen und damit die einfach außer Kraft setzen, Gottes Wort außer Kraft setzen.

Paulus macht so eine starke Betonung auf den Unterschied – nicht nur Paulus, auch Jakobus und andere – auf den Unterschied zwischen menschlicher Weisheit und Gottes Weisheit. Und es ist nicht so, die menschliche Weisheit ist unvollkommen, die schafft vielleicht nur 60-70% dessen, was die göttliche Weisheit tun kann. Nein, die göttliche Weisheit steht alleine und jede Ergänzung und jede Beimischung von Menschenweisheit macht die Weisheit Gottes zunichte. Und darum diese starke Warnung.

Paulus sagt: Ich will nicht, dass euer Glaube auf Menschenweisheit beruht, sondern auf der Kraft Gottes.

1 Kor 2,5
damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft beruhe.

Und dann erklärt er, warum Menschenweisheit so gefährlich ist: Menschenweisheit macht das Kreuz zunichte.

1 Kor 2,2
Denn ich nahm mir vor, nichts anderes unter euch zu wissen als nur Jesus Christus, und ihn als gekreuzigt.

1Kor 1,17
Denn Christus hat mich nicht ausgesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen: nicht in Redeweisheit, damit nicht das Kreuz Christi zunichte gemacht werde.

Und da siehst du, wo die Menschenweisheit herkommt. Paulus sagt: Weisheit von der Erde, aus der Seele, vom Teufel, von Dämonen.

Jak 3,15
Dies ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern eine irdische, sinnliche12, teuflische13.

Irdisch, seelisch, teuflisch – da kommt Menschenweisheit her. Und Menschenweisheit in christlichem Gewande mit christlicher Sprache ist das gefährlichste, was wir haben in unserer Mitte. Und die einzige Chance das auszukehren, auszufegen ist, dass wir unter der Leitung des Heiligen Geistes sind, dass wir dieses Herz haben, „Gott bewahre uns davor, dass wir nicht mit Menschengeboten deine Gebote außer Kraft setzen, bewahre uns davor. Hilf uns, öffne uns die Augen“.

Selbstgefälligkeit – „ach, das passiert bei der Gemeinde um die Ecke! Ja, Die haben Menschenweisheit, aber wir nicht!“ – Menschengefälligkeit ist eine Form von Stolz und damit ist schon Tor und Tür auf für den Feind. Da muss diese Vorsicht sein, dieses „Gott, bitte, pass du auf, bewahre du mich, hilf mir, dein Wort zu verstehen. Und wenn ich abweiche, sende meinen Bruder, sende meine Schwester, das sie frei von Menschenfurcht mich konfrontieren und mir helfen, geöffnete Augen zu bekommen, wo ich mir selber was in die Tasche lüge, wo ich mir wieder meinen Glauben zurechtbiege und mir so eine Light-Version irgendwie zusammen schustere – die sich auch gut anhört, aber die nicht die richtigen Resultate hervorbringt“.

Menschenweisheit macht das Kreuz zunichte. Was ist Christsein ohne Kreuz? Nichts, gar nichts!

Das Kreuz setzt uns frei von der Welt, durch das Kreuz sind wir frei von dem Zwang sündigen zu müssen. Wenn kein Kreuz da ist, können wir einpacken. Wir haben null Chance auf eigene wirkliche Wesensveränderungen in unserem eigenen Leben und null Chance andere zu beeinflussen und ihnen zu helfen mit Gott in Kontakt zu kommen, wir haben null Chance. Nur das Kreuz trennt uns von dieser Welt.

Wir brauchen das Kreuz! Und Menschenweisheit macht das Kreuz zunichte.

Kol 2,8
Seht zu, dass niemand euch einfange/beraube durch die Philosophie und leeren Betrug nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht Christus gemäß!

Er warnt davor! Heute holen wir Philosophie, Psychologie, Marketing-Strategien, Management-Ideen – alles mögliche aus der Welt borgen wir uns, um eine erfolgreiche Gemeinde zu bauen. Und die Psychologie in die Seelsorge und alles wird gut.

Und dann wundern wir uns, warum es nicht vorwärts kommt. Wir wundern uns, warum Gott nicht in unserer Mitte sich mächtig erweist. Wir wundern uns, wo die Geistesgaben geblieben sind. Wir wundern uns, wo all das ist, wovon wir lesen in diesem Buch.

#01:25:03-4#

Wir brauchen uns nicht zu wundern. Wir müssen zurückkommen zur Echtheit, zur Hingabe. Und wo ich morgen weitermachen will – ich glaube, ich habe jetzt schon ein halbes Stündchen gesprochen, nicht wahr – ist, dass wir uns Gedanken machen, wie ist unser Verhältnis zur Wahrheit.

Jesus ist DIE Wahrheit. Der Heilige Geist ist uns gegeben, er ist der Geist der Wahrheit, er ist uns gegeben, uns in alle Wahrheit zu führen. In einige Wahrheiten? In alle Wahrheiten!

Heute sind Leute so postmodern angehaucht und verdreht und die kennen ihre Bibel nicht mehr und sagen: Wahrheit – das kann man ja gar nicht finden, du hast deine Wahrheit, ich hab meine Wahrheit und wir haben alle so ein bisschen Wahrheit, aber keiner kann wirklich sagen, er hat die Wahrheit, das geht ja gar nicht.

Ist das die Sicht, die die Apostel gehabt haben? Ist das die Sicht, die Jesus gehabt hat? Welchen Platz hat Wahrheit?

Wenn wir fragen würden: Ist die Bibel Gottes Wort? – Oh, alle würden die Hände heben, alle sagen, na klar, natürlich!

Aber wie sieht’s denn in der Praxis aus? Ich gebe euch mal ein kleines Beispiel aus dem Alltag. Es gibt ein Forum, da dürfen sich die Pastoren, Pfingstpastoren austauschen, da kann man Artikel posten, da kann man seine Meinung schreiben oder Dinge fragen und dann können andere das lesen und dazu antworten. Da gab es vor einigen Wochen etwas, das nannte sich: „Endlich mal eine gute Nachricht“ oder irgendwie so. In dieser Welt passieren viele schreckliche Dinge, also zur Ermutigung mal eine gute Nachricht.

Da denkt man: ja, super – gute Nachrichten wollen wir immer hören.

Und dann schreibt er: „Ein katholischer Bischof predigt in einer Pfingstgemeinde“. Und das war die gute Nachricht! Ich dachte, mich tritt ein Pferd. Und ich dachte, okay, mal sehen, was jetzt passiert. Jetzt werden hunderte von Pastoren aufstehen und sagen, „bist du von Sinnen? Welcher religiöse Teufel hat dich geritten, wie kommst du auf diese Idee, das eine gute Nachricht zu nennen? Das ist eine schreckliche Nachricht!“

Und ich wartete und wartete und wartete und nichts passiert. Und keiner reagiert auf diese „gute Nachricht“. Dann habe ich empfunden, okay, dann werde ich reagieren. Und dann habe ich einen kurzen Text geschrieben, davon will ich euch einen Teil vorlesen – oder vielleicht sogar alles.

Ich schreibe dort: Wäre Paulus ebenfalls erfreut über die Nachricht, dass in einer von ihm gegründeten Gemeinde ein hochrangiger Vertreter einer Glaubensgemeinschaft predigt, die sein Evangelium mit Füßen tritt?

Das ist eine einfache Frage, nicht wahr? Ist nicht kompliert, die ist nicht „theologisch“, da muss man nicht 10 Jahre Theologie studieren, um diese Frage zu beantworten. Ja, man muss einfach seine Bibel kennen.

Wäre Paulus erfreut, dass er hört in einer von den Gemeinden, die er gegründet hat und auf das Evangelium gegründet hat, dass da jemand predigt, der seine Evangelium mit Füßen tritt? Wäre Paulus begeistert?

Natürlich nicht. Und er würde schnellstens dafür sorgen, dass die Ältesten wieder auf Kurs kommen und dass so etwas nie wieder vorkommt. Weil das war die Verantwortung des Apostels: Aufzupassen auf die Ältesten, dass die kein dummes Zeug machen. Dafür war der apostolische Dienst da.

Hätte er sich von einem Irrlehrer segnen lassen oder ihn gesegnet – wie das jetzt in der Limburger Gemeinde geschehen ist. Also am Ende dieses „wunderbaren Gottesdienstes“, jemand hat geschrieben: Das war der schönste Tag in seinem Leben. Am Ende hat der Bischof den Pfingstpastor gesegnet und der Pfingstpastor durfte dann den Bischof segnen. Und alle waren von Tränen gerührt über diese wunderbare Einheit und das war so wunderbar alles.

11.3.2018
http://www.nnp.de/lokales/limburg_und_umgebung/Bischof-Baetzing-predigt-in-Freikirche;art680,2933923

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An deiner inneren Reaktion auf diese Information kannst du sehr viel ablesen über deinen geistlichen Zustand. Du sagst: „Hej, was hat der Mann überhaupt? Was regt der sich auf?“ Oder sagst du: „In mir regt sich auch was auf! Wie kann so etwas sein?“ Das ist ein kleiner Test, dass du feststellen kannst, auf welcher Seite du stehst.

Hätte er diesen Tag auch als den schönsten Tag in seinem Leben bezeichnet?

#01:30:00-5#

Brüder und Schwestern, wacht auf, wir brauchen in dieser gefährlichen Zeit der religiösen Verführung und Verwirrung den Heiligen Geist, der anhand der Heiligen Schrift uns in alle Wahrheit führen will. Jeder, der unvoreingenommen die Lehren des neuen Testamentes mit den Lehren der katholischen Kirche vergleicht, muss zu dem Schluss kommen, dass beide nicht miteinander vereinbar sind. Wenn Christus wirklich der Herr ist und im Mittelpunkt steht, dann zeigt sich das zu allererst an unserer Treue zu seinem Wort. Wer Wahrheit mit Lüge vermischen will, verwirrt die Gläubigen und macht sich vor Gott schuldig.

„Bitte lest einmal selbst im Katechismus der katholischen Kirchen“ – das schreibe ich den Pfingstpastoren – „was die zu glauben verbindlich vorschreibt. Ich wünsche euch ein nachdenkliches Wochenende“.

Das habe ich geschrieben. Und dann kamen zwei Antworten, und diese Antworten haben mich noch mehr desillusioniert. Und ich denke, Hilfe! Hilfe!

Einer schrieb dann: Ich stimm ja dir zu …

Klingt immer gut, ne? Das ist so Psychologie. Ich bin erstmal auf deiner Seite, aber dann, was er dann schreibt, zeigt, er hat überhaupt nicht verstanden, was ich wollte. Und redet davon wie wichtig Verständigung ist und herzliche Beziehung und Kommunikation und Einheit und lauter so ein Gesülze. Und der nächste kommt dann gleich mit dem Splitter und dem Balken und was schreibt er dann: Wir dürfen nicht verurteilen und so tun als wenn wir den richtigen Glauben hätten. Sich hinzustellen, sich selbst als das wahre Christentum zu wägen, dabei andere hart zu verurteilen in ihrem Glaubensverständnis, bezweifel ich, ob dies im Sinne unseres Herrn ist.

Sorry, aber das ist religiöses Geschwafel ohne irgendeine biblische Wahrheit.

Und wenn du das „hart“ findest, dann beweist du damit nur, dass du auch deine Bibel nicht kennst.

Jesus sagt: Ihr irrt, weil ihr die Schriften nicht kennt, noch die Kraft Gottes.

Mt 22,29
Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr die Schriften nicht kennt noch die Kraft Gottes;

Hat Jesus herzliches Verständnis, herzliche Gemeinschaft gesucht mit denen, die ihm am meisten zugesetzt haben und die seiner Verkündigung entgegen gestanden haben?

Er hat sie hart gegeisselt!

Mt 23 – lies einmal das Kapitel – was Jesus für Gedanken hat über die Pharisäer und Schriftgelehrten. In keinem Falle hat er gesagt: Die sind noch nicht so weit, aber die arbeiten für das selbe und die meinen es gut und was die tun, ist auch wertvoll und das hilft auch dem Reich Gottes.

Ist das die Sicht von Jesus? Die haben nur noch nicht mich erkannt, aber im Prinzip ist alles schon auf der richtigen Schiene und die müssen aber nur noch ein bisschen wachsen.

Ist das, was Jesus sagt?

Er verurteilt ihren Dienst aufs schärfste! Und er sagt: Was ihr macht, ihr geht hin und sucht die ganze Welt nach einem Menschen. Und wenn ihr den habt, macht ihr aus ihm ein Kind der Hölle.

Mt 23,15
Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr durchzieht das Meer und das trockene Land, um einen Proselyten10 zu machen; und wenn er es geworden ist, so macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, doppelt so schlimm wie ihr.

So viel Wertschätzung hatte Jesus für den Dienst der Pharisäer und Schriftgelehrten!

So, Jesus hat sich klar abgegrenzt. Hat nicht gesagt: Die haben auch ihren Glauben, die meinen das auch gut, bei ihnen steht auch Gottes Wort im Mittelpunkt.

Das war nur Wort Gottes mit den Pharisäern und Schriftgelehrten, aber aus einer falschen Motivation heraus und alles, was dabei rausgekommen ist, war etwas, was Jesus total verurteilt hat.

Paulus redet von den falschen Aposteln. Und wie nennt er sie?

2 Kor 11
13 Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen.
14 Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an;
15 es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen; und ihr Ende wird ihren Werken entsprechen.

#01:35:03-2#

War das „herzliches Einverständnis“ und Bemühen einander zu verstehen und Kommunikation und miteinander irgendwie zusammen wachsen? War das so eine Idee? Glaubst du, der hat sich Zeit genommen mit Leuten, die er „Diener Satans“ nennt, sich hinzusetzen beim Tee und auszutauschen über ihre theologischen Gesichtspunkte? Glaubst du, der hat das gemacht?

Wenn er so einen getroffen hat, hat er ihm ins Gewissen geredet und gesagt: Du musst umkehren, du bist total verkehrt, du bist von einem religiösen Geist aufgrund deines Stolzes völlig irre geleitet und du musst umkehren. Und dann noch „einen schönen Tag“.

Aber einen Dialog oder einen Austausch, kollegial auf Augenhöhe – undenkbar für Jesus, undenkbar für Paulus – und warum ist das heute für Pfingstpastoren denkbar? Warum?

Weil wir Gott nicht kennen und Sein Wort.

Weil wir sagen: Das steht hier, aber das darf man ja nicht so wörtlich nehmen. Und vorhin hab ich gefragt: „Glauben wir, dass die Bibel Gottes Wort ist?“ – „Ja, Bibel Gottes Wort!“

Aber wenn wir dann mal auf den Zahn fühlen – wie sieht’s dann aus? Hallo?

Paulus redet von der Gefahr, wenn man einem falschen Jesus nachfolgt, eine Verkündigung eines falsches Jesus annimmt und inhaliert – gibt es sowas? Gibt es falsche Jesusse? Gibt es Verkündigungen über falsche Jesusse? Oh, ja! Denkt nur an die Welle, die im pfingstlich-charismatischen Kreis vor einigen Jahren, das Buch, und jetzt nochmal der Film „Die Hütte“ gemacht hat. Ein falscher Jesus, nicht der Jesus der Bibel. Und die Gläubigen sind begeistert und Pastoren machen Seminare und empfehlen das.

Jesus sagt: Ihr irrt, weil ihr die Schrift nicht kennt, noch die Kraft Gottes.

Mt 22,29
Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr die Schriften nicht kennt noch die Kraft Gottes;

Und jeder der wagt, etwas dagegen zu sagen, „du bist intolerant! Du bist eng, und du denkst, du hast nur die Wahrheit!“

Weil wir in einer Denke sind, Wahrheit gibt es nicht, die über allem steht. Du hast deine Wahrheit, ich hab meine Wahrheit – Frieden. Ich lass dich stehen, lass du mich auch stehen, und alles ist gut und wir haben Frieden und Einheit. Und sie denken, das ist christus-gemäß. Hör nochmal diesen Satz hier – also ich frage mich, welche Bibel der liest oder wo sein Bild von Jesus herkommt:

„Sich hinzustellen und sich selbst als das wahre Christentum zu wägen …“

Hat Paulus sich verstanden als Vertreter des wahren Christentums? Aber ja! Hat er die, die von seinen Lehren abgewichen sind, verurteilt und gesagt, das ist Irrlehre, hütet euch davor, habt nichts damit zu tun, nehmt diese Leute nicht auf, hört ihnen nicht zu. Hat er das getan? Ja! So – was schreibt dieser Mann?

„Sich hinzustellen und sich selbst als das wahre Christentum zu wägen, dabei andere hart zu verurteilen in ihrem Glaubensverständnis – bezweifel ich, ob dies im Sinne unseres Herrn ist“

Sorry, aber dieser Pastor kennt nicht Jesus. Sorry. Tut mir leid, das sagen zu müssen, aber das ist der Fakt. Und hunderte von Pastoren lesen das und kein einziger zieht die Fahne hoch und sagt: Lieber Bruder, pass mal auf, ich komme mal zum Tee und wir machen mal ein Bibelstudium über das Evangelium und über die heilige Einseitigkeit der Wahrheit, die in Christus ist, die mit nichts anderem verbunden und ergänzt werden kann.

Hunderte winken das durch!

Abgesehen davon, in meinem Text habe ich niemanden hart verurteilt. Und ich habe überhaupt nicht von einzelnen katholischen Gläubigen gesprochen, ich habe von der Lehre der katholischen Kirche gesprochen. Und jeder, der des Lesens kundig ist, kann den Katechismus lesen und wenn er seine Bibel kennt, dann sieht er auf Schritt und Tritt, dass diese beiden Dinge völlig inkompatibel sind. Entweder KKK (Katechismus der Katholischen Kirche) oder das Neue Testament, aber das miteinander zu verbinden, macht überhaupt keinen Sinn. Das ist ein Fakt, das ist keine Verurteilung von irgendwelchen wohlmeinenden Leuten – es ist religiöses System, das Gott verurteilt und das ich auch verurteile. Aber dann kommen gleich die Leute: Wir dürfen nicht richten.

Und dann sage ich: Und hast du schon mal gelesen, dass Jesus geboten hat, dass wir richten.

Wie? Die Bibel sagt doch:

Mt 7,1
Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!

Ich sage: Ja, das ist, was Jesus gesagt hat. Und in Johannes 7 gibt er uns ein Gebot zu richen.

Joh 7,24
Richtet nicht nach dem äußeren Anschein, sondern richtet das gerechte Gericht5.

#01:40:03-2#

Komischerweise dieser Vers, den kennen diese ganzen Humanismus-Apostel nicht, die ihre selbstgemachte Form von Liebe haben. Diesen Vers kennen die nicht. Jesus hat uns geboten zu richten, und da geht’s im Zusammenhang um seinen Dienst geistlich zu beurteilen.

So, Jesus hat Richten verboten – und Jesus hat Richten geboten. Ja, was machen wir denn jetzt? Ganz einfach – es gibt zwei Lösungen für dieses theologische Problem. Entweder Jesus ist verwirrt und er verbietet an einer Stelle, was er an einer anderen Stelle gebietet. Oder aber es gibt ein verbotenes Richten und es gibt ein gebotenes Richten. Das sind die einzigen Möglichkeiten, die mir einfallen, wie man mit diesem Text umgehen kann.

Und mein ganzer Lehrdienst, den ich seit Jahrzehnten durchführe, ruht auf einer einzigen Prämisse oder einem Grundsatz: Gott ist nicht verwirrt.

Gott hat nicht zu einem Thema zwei Meinungen. Er kommt nicht zu einem landeskirchlichen Pfarrer und sagt: Was du denkst über Babybesprenkelung ist in Ordnung, ich segne dich.

Und dann kommt er zum Baptisten und sagt: Und was du denkst über Taufe, ist richtig und ich segne dich.

Gott ist nicht verwirrt, Gott ist Gott und Gott hat eine Meinung. Nicht nur über Taufe, auch über den Heiligen Geist und auch über Gemeinde und über jedes andere Thema, was unser Leben betrifft. Gott ist Gott und wir sind nicht Gott. Wenn du nichts verstehst heute abend, dann verstehe diese eine Botschaft: Gott ist Gott, und wir sind nicht Gott. Und wir sind gut beraten zu sagen: Herr, hilf mir vom hohen Ross runterzukommen – wer gibt mir die Erlaubnis, dein Wort mit meiner Weisheit, mit meinem Humanismus, mit meiner Psychologie, mit meinen Marketing-Strategien, mit meinen Management-Ideen und mit all diesen Dingen irgendwie außer Kraft zu setzen? Wer gibt mir das Recht dazu?

Gott ist Gott.

Und noch einmal:

Mt 22,29
Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr die Schriften nicht kennt noch die Kraft Gottes;

Und wenn ich dann sehe wie Pfingst-Pastoren ihre ACK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland) und ihre Gemeinschaft mit den katholischen Priestern als segensreich und als hilfreich und als schön feiern und empfinden – sage ich nur: Herr, erbarme dich über diese Blindheit, erbarme dich!

Und wenn Pfarrer und Pastoren in diese Richtung gehen – wo geht dann die Gemeinde hin? In dieselbe Richtung. Und es wird Zeit, dass wir unsere Verantwortung verstehen, jeder einzelne. Du kannst nicht eines Tages vor Jesus stehen und sagen: Mein Pfarrer war für die ACK, mein Pfingstpastor fand das auch wunderbar – wer war denn ich, dass ich etwas dagegen sagen könnte?!

Du bist Kind Gottes und du hast das Wort und du hast den Heiligen Geist und du hast Verantwortung für die Wahrheit! Und wenn du nicht für die Wahrheit stehst, dann machst du dich schuldig durch Mitwissertum und durch Mitläufertum. Du machst dich schuldig.

Und da wird nicht Jesus sagen: Ja, klar, dein Pastor, der war dafür – verstehe ich, da konntest du ja nicht anders. Da musstest du das auch gut finden. Da hättest du ja sonst als Außenseiter in der Gemeinde gestanden.

Lieber bist du Außenseiter in einer korrupten Gemeinde und stehst mit Jesus auf der richtigen Seite!

Viele vergessen die einfache Tatsache: Eines Tages ist Schluss mit lustig, eines Tages kannst du dich nicht mehr hinter anderen Leuten verstecken, hinter deiner Denomination. „Die hat das nun mal entschieden, was kann ich dagegen tun?“ Hinter deinen Pastor, hinter deinen Ehemann, hinter irgendwen. Eines Tages stehst du vor Jesus. Und dann musst du Rechenschaft geben für dein Leben. Und all die Entschuldigungen und Ausreden, die uns heute so leicht über die Lippen gehen, garantiere ich dir, nicht eine einzige davon wirst du wagen auch nur in den Mund zu nehmen. Du wirst sagen: „Herr, erbarme dich, vergib mir, dass ich dein Wort so mit Füßen getreten habe. Dass ich so ein unaufrichtiger Zeuge der Wahrheit war. Dass ich so menschenfürchtig war, und so versucht habe, immer mich durchs Leben zu schlängeln. Hilf du mir“.

Und wenn dieser Tag kommt, wenn du diese Verabredung hast, und Paulus nennt das den Richterstuhl Christi, wo wir Rechenschaft geben müssen für unser Leben, wenn dieser Tag kommt, und du da deinen Pastor nicht mitnehmen kannst und dich hinter dem verstecken kannst und alle Lügen und alle Täuschungen und alles, was du dir nett vorgemacht hast und der ganze Humanismus, alles zerbröselt und du stehst im Licht und du siehst nur noch: „Was habe ich getan mit dem heiligen, kostbaren Wort Gottes?!“

#01:45:05-4#

Wenn es diesen Tag wirklich gibt, wenn du daran glaubst, dann ist nur eine Konsequenz logisch und vernünftig: Ich höre jetzt auf mit meinen Kompromissen. Ich höre jetzt auf, mir etwas in die Tasche zu lügen. Ich höre jetzt auf zu versuchen Menschen zu beeindrucken und auf meine Seite zu ziehen. Ich will Gott auf meiner Seite haben. Und wenn alle gegen mich wären …

Wir haben Luther-Reformation gefeiert, 500 Jahre, wenn doch nur das hochgehoben würde, wo er gesagt: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“.

Wenn man nur das betont hätte! Aber da hat man dann alle möglichen Schmühs erzählt, aber das, was wirklich die Reformation …

Wie kann die evangelische Kirche zusammen mit der katholischen Kirche die Reformation, das Jubiläum feiern? Wie geht das? Das ist doch Irrsinn!

Das macht doch keinen Sinn?! Die glauben bis heute, dass das alles falsch war. Die glauben bis heute an ihre Flüche von Trient. Bis heute! Hast du die mal gelesen, die Flüche von Trient? Ne, die Pastoren lesen sowas nicht.

http://www.eaec-de.org/Konzil_von_Trient.html

Ja, hast du mal KKK gelesen?

http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_INDEX.HTM

Neee!

Aber du triffst dich mit dem katholischen Pastor und du weißt nicht mal, was der zu glauben verpflichtet ist?

Soviel ist dir wert an seiner Seele!

Die Flüche von Trient, die ausgesprochen worden sind als Antwort auf die Reformation – wurden im zweiten vatikanischen Konzil 1967 noch einmal neu bekräftigt und sind seitdem nie widerrufen worden, die sind bis zum heutigen Tage in Kraft.

Einer dieser Flüche ist: Verflucht ist, wer sich seines Heils gewiss ist.

Bist du dir deines Heils gewiss? Wunderbar! Dann bist du in den Augen der katholischen Kirche verflucht!

Das macht nichts wenn du in der Hingabe an Gott bist. Ein unverdienter Fluch trifft nicht ein.

Spr 26,1
Wie der Sperling hin und her flattert, wie die Schwalbe wegfliegt, so ein unverdienter Fluch: er trifft nicht ein.

Aber das zeigt einfach nur: Wie können dann diese Leute sagen: Komm, lass uns mal zusammen sitzen, lass uns mal zusammen Tee trinken. Lass uns gemeinsam das Reich Gottes bauen.

Was für ein Irrsinn.

Und all die Pastoren, die von diesen Dingen wissen, sprechen das nie an. Du sagst: Wie ist das mit den Flüchen – glaubst du an diese Flüche? Dann können wir keine Gemeinschaft haben!

Wie kann ich Gemeinschaft haben mit jemand, der glaubt, ich bin verflucht, weil ich an mein Heil glaube? Ich bin verflucht, weil ich sage: „Kleine Kinder soll man nicht taufen“.

Das ist ein Fluch von Trient. „Verflucht ist, wer sagt, die kleinen Kinder soll man nicht taufen“.

Wie kann da eine Gemeinschaft passieren? Wie soll das funktionieren?

Aber indem man alle Fakten ausblendet und religiöse Sprüche schwafelt von „Jetzt werden die Gräben zugeschüttet – 500 Jahre Trennung sind genug“.

Wenn man von Trennung redet, ob das jetzt zwischen Kirchen ist oder zwischen Menschen: Die erste Frage ist nicht, wieviel Zeit ist vergangen und ist jetzt gut? Die erste Frage ist: Was waren die Gründe für die Trennung? Zweite Frage: Bestehen diese Gründe heute noch?

Und daraus kommt die Schlussfolgerung, wenn diese Gründe heute noch bestehen, dann wird es wohl die nächsten 500 Jahre so weitergehen. Weil es gibt keinen Anlass, zu tun als seien die Verhältnisse jetzt anders. Aber Leute wollen nicht klar denken, wollen nicht konsequent sein, sie wollen lieber unlogisches, seelisches, gefühlsmäßiges Zeug schwafeln, um ja nicht sich zu profilieren, um ja nicht eins auf die Jacke zu kriegen. Das sind die wirklichen Gründe. Es sind keine theologischen Gründe. Es ist einfach nur erbärmliche Menschenfurcht und Menschengefälligkeit.

Und durch Menschenfurcht und Menschengefälligkeit kommt der religiöse Geist in eine Gemeinde.

Das ist die Tür. Nicht die schlimme Sünde, dass da jemand nachts heimlich zu den Prostituierten schleicht. Was nicht in Ordnung wäre.

Menschenfurcht und Menschengefälligkeit öffnen die Tür für den religiösen Geist. Und dieser religiöse Geist ist nie zufrieden und er wird wie ein Sauerteig immer weiter arbeiten und immer weiter arbeiten und immer mehr die Kontrolle übernehmen. Zu allererst über deinen Verstand, über deine Werte, über was ist richtig, was ist gesund, was ist normal. Und dann über dein Verhalten. Und er wird Schritt für Schritt das Werk des Heiligen Geistes in deinem Leben zurückdrängen.

#01:49:58-6#

Und zum Schluss bist du so verwirrt, dass du das alles glaubst. Dass du überzeugt bist, mit dem ganzen Zeugs, dienst du Gott. Möge das nicht passieren! Für mich eine der erschreckendsten Wahrheiten. Das ist jetzt wirklich meine letzte Aussage für heute. Eine der erschreckendsten Wahrheiten in der Bibel: Dass es möglich ist von neuem geboren zu sein, erfüllt zu sein vom Heiligen Geist und dann einem religiösen Geist anheim zu fallen. 2 Kor 11,2-4 – schau dir das an, und da siehst du, was muss man tun, um sich einem religiösen Geist zu öffnen.

2 Kor 11
2 Denn ich eifere um euch mit Gottes Eifer; denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau vor den Christus hinzustellen.
3 Ich fürchte aber, dass, wie die Schlange Eva durch ihre List verführte, so vielleicht euer Sinn1 von der Einfalt und Lauterkeit2 Christus gegenüber abgewandt und verdorben wird.
4 Denn wenn der, welcher kommt, einen anderen Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen anderen3 Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das recht gut.

Und wenn wir das wirklich glauben, dann werden wir sagen: Das Wort und nur das Wort! Und der Jesus der Bibel und nicht der Jesus der Katholiken und nicht der Jesus der evangelischen Kirche, nicht der Jesus von Herrn William Young aus seinem Roman „Die Hütte“ – Jesus der Bibel und sonst gar nichts.

Und damit werden wir viel Freude auslösen beim Vater im Himmel. Weil er sieht, dass wir seinen Sohn ehren. Und wir werden viel, viel Ärgernis bei den humanistisch-verseuchten Frommen auslösen.

Ich weiß nicht, wofür du lebst, ich lebe für einen Satz, den ich hören möchte – dafür lebe ich. Ein Satz aus dem Mund von Jesus. Und dieser Satz ist: „Gut gemacht, du frommer, treuer Knecht. Komm in die Freude deines Herrn“.

Mt 25,21
Sein Herr sprach zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen; geh hinein in die Freude deines Herrn.

Für diesen Satz lebe ich. Und ich habe vor langer Zeit verstanden und akzeptiert, um diesen Satz einmal aus dem Mund von Jesus zu hören, muss ich mir viele, schreckliche Sätze von religiösen, irre geleiteten Menschen, die das Wort nicht kennen, die den Herrn nicht kennen, anhören. Verleumdungen, Verfluchungen, Verwünschungen, hässliche, unter der Gürtellinie Kritik, die nichts mit Kritik zu tun hat, sondern einfach zum abschießen der Person irgendwie geeignet ist. Diese Dinge muss man hören von Menschen, und das aushalten, und darauf mit Vergebung und mit Segnen reagieren und aufpassen, dass man nicht bitter wird.

Um diesen einen Satz zu hören. Und ich glaube, das gilt nicht nur für mich, ich glaube, das gilt für jeden einzelnen Gläubigen.

So, der Fokus, der Schluss ist: Wenn wir Gemeinde nach dem Bild Gottes haben wollen, dann muss ich ein Herz für Gott haben. Und Er und Sein Wort muss über allem stehen, was hier geglaubt und gedacht und gemacht wird und was pfingstlich ist und was BfP ist und was der und was der – das Wort steht dadrüber! Und das Wort im Zweifelsfalle wenn etwas von diesen Ideen von Menschen dagegen spricht, das Wort ist die Wahrheit und dazu stehe ich.

Das ist der Anfang wie wir in neue Dimensionen der neutestamentlichen Gemeinde hineinkommen. Wir haben da noch viel, viel, viel zu lernen, aber das ist der Anfang. Dass wir uns entschieden haben, das Wort. Die Reformatoren nannten das „Sola Scriptura“. Das heißt, „nur die Schrift ist maßgeblich“. Keine Konzile, keine Beschlüsse. Weder von Rom noch von Beröa. Sondern nur das Wort Gottes ist maßgeblich.

Gott segne euch.

Vater, ich bete, dass Du uns in vermehrter Weise den Geist der Furcht des Herrn gibst, dass wir verstehen, dass wir verantwortlich sind vor dir, dass unsere Treue zu deinem Sohn Jesus nur ausgelebt werden kann durch unbedingten Festhalten an deinem Wort. Gib uns ein solches Herz. Gib uns Glauben, dass die Belohnung, die uns erwartet, so viel größer ist und so viel mehr zählt als alle Schmähungen und Ausgrenzungen und mitleidigen Blicke oder zornige Blicke von Menschen. Hilf uns, dass es um Deine Ehre geht, um Deinen Namen, um Dein Herz, um die Wahrheit. Gib uns ein solches Herz. Und danke, dass du das – wenn wir da dranbleiben, dass nicht nur so beten, sondern das zu unserem Programm machen – Du wirst es uns schenken und wir vertrauen dir und deiner Güte und Deiner Gnade, die noch keine Ende hat in unserem Leben. Amen.